Kann es kaum erwarten, wieder auf dem Platz zu jubeln: Der Vinnumer Murat Cengiz, hier noch bei SuS Olfen. © Jürgen Weitzel
Fußball

Nach Fuß-OP wegen gutartigem Tumor: Vinnumer Murat Cengiz ist heiß auf sein Comeback

Viele Spiele waren in dieser Fußballsaison nicht, aber Murat Cengiz von Westfalia Vinnum hat noch gar keins davon gemacht. Er will nach seiner Operation so fit sein, wie möglich.

Klar, jeder Amateurfußballer leidet gerade unter der Saison-Unterbrechung. Aber Murat Cengiz von A-Ligist Westfalia Vinnum kann es kaum erwarten, bis er endlich wieder auf dem Platz stehen kann. Wegen einer Operation hat er seit einem halben Jahr nicht mehr Fußball gespielt. Jetzt ist er bereit, wieder anzugreifen.

„Ich bin viermal in der Woche laufen. Ich will so fit sein, wie es geht, damit ich ein Feuerwerk abrennen kann, wenn es wieder losgeht“, sagt Cengiz. Im Oktober wurde er am rechten Fuß operiert. Eine Art gutartiger Tumor musste entfernt werden.

Ende Oktober war er dann wieder fit – zumindest seiner Meinung nach. „Ich habe dem Verein gesagt, dass ich der Mannschaft helfen will. Aber sie meinten, dass ich nichts überstürzen soll“, so Cengiz. Doch Anfang November wurde die Saison unterbrochen und bis jetzt nicht wieder aufgenommen.

Sollte das wie geplant im Mai der Fall sein, ist der Westfalia-Spieler wirklich bereit. „Es hat sich wunderbar entwickelt. Ich habe keine Beschwerden, außer ein bisschen Taubheitsgefühl. Es lief besser als geplant. Nur die Entzündungswerte müssen noch etwas runter. Die sind gestiegen, weil ich zu früh in den Job eingestiegen bin.“

Cengiz dribbelt in seinem Garten

Man merkt, Cengiz kann nicht gerne stillhalten. Deswegen kann der Dribbler vielleicht auch den Ball so flink mit den Füßen führen. Probleme hat er damit nach der Operation jedenfalls nicht mehr.

„Ich bin Linksfuß, die Operation rechts, aber ich gehe gerne ins Dribbling und führe den Ball mit beiden Füßen. Die OP-Stelle ist genau da, wo die Schleife ist und wo ich den Ball führe. Ich habe zweimal die Fußballschuhe angezogen und im Garten gekickt. Das beeinflusst mich nicht, aber ich weiß noch nicht, wie das in Zweikämpfen ist.“

Das möchte der Vinnumer aber möglichst bald herausfinden. „Die ganzen Lockerungen muss man mit Vorsicht genießen. Ich hoffe, dass nochmal gespielt wird und wir die 50 Prozent spielen können, aber ich glaube, dass die Saison abgebrochen wird.“

Neben dem Fußballspiel an sich vermisst Cengiz noch etwas anderes. „Das Bierchen nach dem Training trinken, das normale Begrüßen, das gegenseitige auf den Arm nehmen: Die Bindung zur Mannschaft fehlt.“

Den Teamkollegen auf dem Platz zugucken zu müssen, sei doppelt bitter gewesen, weil er nicht mitwirken konnte. „Es hat gejuckt. Ich hätte mir gerne einfach eine Tablette eingeworfen, die Schuhe angezogen und mitgespielt.“

Cengiz ist optimistisch, dass der Umschwung unter dem neuen Trainer Dennis Gerleve klappt. Der ist auch nötig, da Vinnum bei einem Re-Start vom vorletzten Rang, einem Abstiegsplatz, starten müsste.

Und wenn sie doch absteigen sollten? „Ich habe schon meine Zusage auch für die B-Liga gegeben“, betont Cengiz.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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