Lohnunternehmer Bernhard Brüse freut sich über eine bisher gute Ernte

OLFEN Die Erntezeit steht für die Landwirte derzeit im Mittelpunkt. Im Gespräch mit RN-Mitarbeiter Malte Bock zog der Vorsitzende des landwirtschaftlichen Ortsvereins, Bernhard Brüse, eine Zwischenbilanz.

22.07.2008, 16:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bernhard Brüse freut sich über optimales Wetter.

Bernhard Brüse freut sich über optimales Wetter.

In welcher Phase der Ernte befinden sich die Landwirte zur Zeit? Brüse: Wir sind am Ende der Gerstenernte, stehen kurz vor Raps und Roggen. In ungefähr zehn Tagen wird dann der Weizen eingefahren.

Was kann man bisher zu den Erträgen sagen? Brüse : Das Ergebnis ist recht ordentlich, die Erträge also gut. Wir hatten schon seit dem Frühjahr optimales Wetter und genügend Feuchtigkeit. In unserer Region können wir sehr zufrieden sein, blickt man dagegen nach Schleswig Holstein oder Ostdeutschland, dort haben die Landwirte durch Wärmeperioden im Frühjahr große Ernteverluste.

Hat die derzeitige Witterung Einfluss auf die Ernte? Brüse: Die Gerste, die noch steht, knickt natürlich schnell um. Doch da nun trockene Tage folgen sollen, gehe ich davon aus, dass wir die restliche Gerste noch gut ernten können. Ich schätze, dass sich der Verlust in einem Rahmen von fünf bis zehn Prozent eingrenzen lässt.

Die Feuchtigkeit hat also auch keinen Einfluss auf andere Ernteprodukte? Eine Fäule wie im letzten Jahr ist nicht zu befürchten? Brüse: Nein, momentan sehe ich keinen Einfluss. Im vergangenen Jahr waren die Bedingungen viel extremer. Die Bodenverhältnisse und damit die Befahrbahrkeit der Felder sind derzeit sehr gut. Allerdings ist der Pilzdruck durch die feucht warme Witterung auf Sonderkulturen wie Spargel enorm hoch.

Ein Wort zum Getreidepreis. Wie hat sich dieser entwickelt? Brüse: Der Getreidepreis ist soweit in Ordnung. Die immens gestiegenen Rohstoffpreise und der Mehrpreis für Getreide haben sich zur Zeit eingependelt. Doch kann ich als Lohnunternehmer sagen, dass sich die Erntekosten durch die gestiegenen Energiepreise um fünf bis zehn Euro pro Hektar erhöht haben.

Wagen Sie abschließend einen Ausblick auf die Maisernte. Wann wird damit begonnen, wie sind die Voraussetzungen? Brüse: Der Mais wird erst Ende September geerntet. Zwei Monate im Voraus lässt sich natürlich nur schwer etwas sagen, doch sehen die Voraussetzungen gut aus, falls im August nicht eine absolute Trockenheit eintritt. Bisher waren die Temperaturen und die Feuchtigkeit jedenfalls da.

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