Kunden ohne Internet und Telefon: Verteilerkästen der Olfenkom gesprengt

Mit Sprengstoff

Böse Überraschung für die Kunden der Olfenkom: Zwei Verteilerkästen wurden in der Nacht zu Sonntag (22.11.) von Unbekannten beschädigt. Sowohl Internet als auch Festnetz sind betroffen.

Olfen

, 22.11.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Unter anderem dieses Foto eines beschädigten Verteilerkastens hat die Olfenkom auf Facebook veröffentlicht.

Unter anderem dieses Foto eines beschädigten Verteilerkastens hat die Olfenkom auf Facebook veröffentlicht. © Olfenkom

„Heute Nacht wurden zwei Verteilschränke der GFN Glasfasernetz Olfen GmbH im Bereich Rechede und Kökelsum gewaltsam schwer beschädigt bzw. zerstört“, teilt die Olfenkom am Sonntag (22. November) über ihren Facebook-Account mit. Die unbekannten Täter hätten Materialien verwendet, „die Sprengmitteln gleich zu setzen sind“. DIe Folge: Internet und Telefon der Kunden im Umfeld der Schränke fiel aus.

Auf Nachfrage erklärt Olfenkom-Geschäftsführer Manfred Casper, dass die Sprengsätze die Glasfaserkabel in den Kästen beschädigt hätten. „Wir wissen nicht, was es genau war. Aber in der Rückwand ist eine Beule, das muss ordentlich geknallt haben.“ Papierreste, wie sie beispielsweise bei China-Böllern zurückbleiben, habe die Polizei nicht gefunden.

Die beiden Verteilerkästen haben rund 20 Kunden im ländlichen Bereich Olfens versorgt. „Das sind zwar nicht viele Betroffene, aber es ist natürlich für die ärgerlich, zumal ja auch viele im Home Office sind.“ Am Sonntagabend standen die Verteilerkästen wieder, doch noch nicht alle Kunden werden bis Montag wieder Telefon und Internet haben. „Teilweise müssen wir morgen ran und die Kabel erneuern.“

Für sachdienliche Hinweise zur Aufklärung der Taten hat die Olfenkom eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt. Die Firma war übrigens nicht alleine betroffen: „Auch ein Verteilerschrank der Telekom Richtung Kökelsum wurde in der Nacht gesprengt“, so Caspers.

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