Kontaktverbot wegen Corona-Krise: Stadt Olfen verhängt erste Bußgelder gegen Bürger

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Die Stadt Olfen will konsequent kontrollieren und sanktionieren, ob die Auflagen des NRW-Erlasses zum Kontaktverbot eingehalten werden. Es gibt erste Bußgelder, die die Stadt verhängt.

Olfen

, 23.03.2020, 18:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kontrolle, ob die Menschen in Olfen sich an die Auflagen zum Kontaktverbot halten, hat die ersten beiden Fälle von Bußgeldern gebracht. Wie Bürgermeister Wilhelm Sendermann auf Anfrage mitteilt, seien zwei Personen am Montag, 23. März, auf der Skateanlage an der Steveraue aufgegriffen worden, wie es der Bürgermeister ausdrückt. Zwei Personen? Die dürfen sich doch aber gemeinsam im Freien aufhalten, oder? Prinzipiell schon. „Aber nicht auf der Skateanlage.“ Die sei, genau wie alle Spielplätze, wegen der Corona-Krise gesperrt.

Die Skateanlage in Olfen sah zuletzt so aus, als ob sie frei zugänglich sei. Doch sie ist gesperrt. Zwei Personen, die sich am Montag dort aufgehalten haben, erhalten Bußgelder.

Die Skateanlage in Olfen sah zuletzt so aus, als ob sie frei zugänglich sei. Doch sie ist gesperrt. Zwei Personen, die sich am Montag dort aufgehalten haben, erhalten Bußgelder. © Arndt Brede

Wobei die Skateanlage in den letzten beiden Tagen so aussah, als ob sie nicht gesperrt sei. „Die entsprechenden Schilder sind von Unbekannten entfernt worden“, sagt der Bürgermeister. „Wir haben wieder neue aufgestellt.“ Den beiden Personen, die sich dort unerlaubt aufgehalten haben, drohen laut Sendermann empfindliche Bußgelder. In welcher Höhe, das wird er mit seinem Team am Dienstag, 24. März, besprechen.

Bürgermeister: Wir werden konsequent handeln

Sendermann machte im Gespräch mit der Redaktion deutlich, dass die Stadt Olfen konsequent handeln werde: „Ich kündige nicht Bußgelder an und verhänge sie dann nicht. Wir kommen den Kontrollen sehr genau nach.“

Die drei Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Olfen, die beauftragt sind, die Einhaltung der Auflagen des NRW-Erlasses zum Kontaktverbot zu kontrollieren, haben bei der Kontrolle der Geschäfte und von öffentlichen Plätzen aber „überwiegend“ nichts zu beanstanden gehabt. So drückt es Bürgermeister Wilhelm Sendermann auf Anfrage der Redaktion aus. In Einzelfällen müssen aber Supermärkte, Discounter und andere Verkaufsstellen nachbessern, was den Schutz der Menschen betrifft.

Ohne genaue Geschäfte zu nennen, erklärte Sendermann, dass die Mitarbeiter des Ordnungsamtes Geschäfte darauf hingewiesen haben, dass sie beim Einlass der Kunden darauf zu achten haben, dass sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig im Laden aufzuhalten haben. Es habe das Prinzip zu gelten „Ein Kunde raus, ein Kunde rein“.

Ordnungsamt fordert Einlasskontrollen

Das Ordnungsamt fordere, dass der Einlass durch Personal der Geschäfte, bei Bedarf auch durch Sicherheitsleute, geregelt werde. „Wird das nicht gemacht, machen wir den Laden zu“, versichert Wilhelm Sendermann. Die betroffenen Geschäfte haben eine kurze Frist bekommen und müssen noch in dieser Woche den städtischen Forderungen nachkommen.

Die städtischen Kontrollen sollen weiter gehen. „Regelmäßig, unregelmäßig“ sollen sie laufen. Bei Bedarf werden die Mitarbeiter des Ordnungsamtes durch externe Sicherheitskräfte unterstützt, sagt der Bürgermeister.

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