Jugendliche schrauben nach der Schulzeit gezielt an der Berufskarriere

dzBundesfreiwilligendienst

Das Schulende ist nahe - und dann? Diana (18), Kaya (18) und Erik (19) schrauben ab 1. August gezielt weiter an ihren beruflichen Karrieren. Ein sehr logischer Schritt steht an.

Olfen

, 23.06.2020, 13:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn Erik Pötter am Freitag (26. Juni) sein Zeugnis in den Händen hält, hat es der Hullerner geschafft. Er hat an der Gesamtschule Olfen sein Abitur „gebaut“. Zeit also, der Schule den Rücken zu kehren und zu neuen Ufern aufzubrechen. So hatte es Erik Pötter auch lange geplant.

Technik ist „sein Ding“. Deshalb wollte sich der junge Mann einen intensiven Einblick in Veranstaltungstechnik verschaffen. Alles war besprochen und geplant. Dann kam die Corona-Pandemie. Für Veranstalter eine extrem schwierige Zeit. Wo es keine Veranstaltungen gibt, werden auch keine Techniker benötigt.

Erik Pötter musste umplanen. Die Anfrage der Schule, ob er sich ein Jahr als Bufdi (Bundesfreiwilliger) vorstellen könnte, kam zur richtigen Zeit. Es dürfte eine spannende Zeit für ihn werden. Er wird sich um die Notebooks der Schule kümmern und auch eingebunden sein in den Systemwechsel hin zu iPads.

Bufdi-Jahr soll klären, wohin die berufliche Reise geht

Einen absolut logischen nächsten Schritt geht auch Diana Decker. Die Olfenerin, ebenfalls Schülerin der Gesamtschule, hat schon vor geraumer Zeit entschieden, etwas Soziales zu machen. Allerdings ist sie noch etwas unentschlossen, was es am Ende genau sein soll.

Sie hatten deshalb verschiedene Praktika absolviert, um sich nicht nur theoretisch mit den verschiedenen Berufen auseinanderzusetzen. Von dem Jahr als Bundesfreiwillige an der Gesamtschule erhofft sich Diana Decker deshalb vor allem eine Klärung, wohin die berufliche Reise gehen könnte.

Wie wichtig Praktika während der Schullaufbahn sein können, zeigt sich auch bei Kaya Elverisli. Der Schüler des Selmer Gymnasiums hat Praktika in einem Kindergarten und einer Grundschule absolviert. Danach hat sich sein Berufswunsch geändert. Wollte er zunächst Sozialpädagogik studieren und anschließend in einem Kindergarten arbeiten, zieht es ihn jetzt in den Schuldienst.

Schüler aus Selm will in Olfen neue Schule kennenlernen

„Das Praktikum an der Grundschule hat mir gezeigt, dass mir das mehr Spaß macht“, sagt Kaya Elverisli. Er wollte allerdings auch mit dem Abitur „seine angestammte Schule“ - das Gymnasium in Selm - verlassen, um ganz unbefangen eine neue Schule kennenzulernen. Gezielt habe er nach einer inklusiven Schule gesucht, sagt der Selmer.

Jetzt freut er sich riesig, mit den beiden anderen Bufdis am 1. August an der Olfener Gesamtschule starten zu dürfen. Einen ersten Eindruck hat er bereits am Dienstag gewinnen können. Dabei lernte er auch die drei Bufdis kennen, die vor einem Jahr angefangen sind. Für zwei hat das Jahr den Berufswunsch verstärkt, Lehrer werden zu wollen. Der dritte Bufdi beginnt eine Ausbildung an einer Bank.

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