An der Matschanlage zu spielen, macht den Kindern aus der Kita St. Vitus Spaß und ist ein besonderes Gemeinschaftserlebnis. © Arndt Brede
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In der Kita St. Vitus in Olfen gehört Matsch zum pädagogischen Konzept

Die Kita St. Vitus in Olfen ist um eine Spielattraktion reicher. Sie hat was mit Matsch zu tun. Aber auch mit der Förderung von Fähigkeiten bei den Mädchen und Jungen.

Die Kita St. Vitus hat eine Matschanlage. Es ist nicht schwer, um zu erkennen, wie die Mädchen und Jungen das neue Spielgerät finden. Die Gesichter der Kinder, während sie an der Anlage spielen, mit Wasser und Sand matschen, haben mal einen konzentrierten, mal einen verschmitzten Ausdruck. Je nachdem, ob sie gerade fleißig matschen oder das Ergebnis zeigen: pottendreckige Hände und Arme, nasse Bekleidung und Schuhe. Schlimm ist letzteres offensichtlich für sie nicht. Die Matschanlage macht offenbar riesigen Spaß.

Die Leiterin der Einrichtung, Maria Brüse, ist voll des Lobes für das Engagement des Fördervereins und für zwei weitere Einrichtungen, die Unterstützung gegeben haben: „Der Förderverein hat da lange für gespart und hat das jetzt ermöglicht. Gesponsert hat auch die Sparkasse Olfen.“ Und Gelsenwasser habe das Projekt ebenfalls finanziell unterstützt. Rund 4500 Euro habe die Anlage gekostet. Die Umrandung habe der Förderverein in Eigenarbeit fertiggestellt. Eine Fachfirma habe die Anlage dann aufgebaut.

Nun haben sich die Kinder diese neue Spielattraktion längst erobert. Neben dem Spaß, den die Kinder dabei haben, gibt es aber noch weitere Aspekte, die die Matschanlage zu etwas Besonderem machen. „Sie fördert die Feinmotorik, das Fühlen von verschiedenen Materialien, Sand, Wasser. Sie fördert dadurch auch die Kreativität.“ Auch das Thema Gemeinschaft erleben komme durch die Matschanlage zum Tragen: „Sie stehen da mit vielen dran und müssen kooperieren.“ Für die Kinder ist es jedenfalls offensichtlich faszinierend, zu erleben, wie Wasser in die Anlage mit mehreren Etage rein- und etagenweise runterläuft. Wie sich Sand verändert, wenn man ihn mit Wasser vermengt. Wie Wasser am Ende eine Art Mühlenrad bewegt. Lernen auf spielerische Art.

Kann man mit der Anlage auch etwas produzieren? Die Frage geht an ein Mädchen, das intensiv an der Anlage werkelt. Die Antwort kommt erst, als der Reporter die Frage präzisiert: Kann man damit auch Sandkuchen machen? Antwort: „Ja.“ Mehr nicht. Ist ja auch klar: Machen ist besser, als darüber zu reden.

Die Matschanlage ist längst in den Kita-Alltag integriert worden: „Wegen Corona haben wir die Kinder gruppenweise an die Anlage gelassen“, erzählt Maria Brüse. „Jetzt, wo weitere Lockerungen möglich sind und der Spielplatz wieder für alle frei ist, soll die Anlage auch von allen genutzt werden.“ Auch bei schlechtem Wetter. Dann ziehen sich die Kinder entsprechend wetterfest an, und los geht es mit dem Matschen.

Maria Brüse (2.v.l.), Leiterin der Kita St. Vitus, ist dem Förderverein um (v.l.) Kassiererin Claudia Hahne, Schriftführer Jörg Sander, den Vorsitzenden Mirco Brüse und die zweite Vorsitzende Jeanette Koralewski (nicht im Bild) dankbar.
Maria Brüse (2.v.l.), Leiterin der Kita St. Vitus, ist dem Förderverein um (v.l.) Kassiererin Claudia Hahne, Schriftführer Jörg Sander, den Vorsitzenden Mirco Brüse und die zweite Vorsitzende Jeanette Koralewski (nicht im Bild) dankbar. © Arndt Brede © Arndt Brede

Das hat sich der Förderverein der Kita St. Vitus erhofft, als er dafür sorgte, dass die Anlage im Garten der Kita aufgebaut wurde. Und erneut singt Maria Brüse das Loblied auf die Eltern: „Der Förderverein kann uns Wünsche erfüllen, die wir uns so schnell nicht leisten können. Er unterstützt uns bei unserer Arbeit. Wir haben einen ganz aktiven Förderverein.“ Im kommenden Kitajahr soll es ein Trommel-Projekt geben. Mit Hilfe eben dieses Fördervereins.

Mirco Brüse, der neue Vorsitzende, weiß um die Wichtigkeit des Fördervereins: „Wir finanzieren uns durch die Mitgliedsbeiträge, aber auch durch die Aktionen beim Weihnachtsmarkt oder Grillen beim Martinsumzug. Dadurch nehmen wir eben die Gelder ein, mit denen wir dann versuchen, für die Kita etwas zu organisieren.“ Eine ganz wichtige Rolle spielen dabei die Eltern und Familien der Kita-Kinder, sagt Mirco Brüse.

Menschen, die helfen, werden immer gern gesehen, erklärt der Vorsitzende. Mitbringen brauchen Interessenten lediglich „eigenes Engagement und Spaß, in der Gruppe zusammenzuarbeiten“. Diese engagierten Menschen werden für ihre Arbeit garantiert reichlich belohnt. Sie müssen bloß in die Augen der Kinder gucken.

Über den Autor
Redaktion Selm
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Arndt Brede

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