Negativzinsen für hohes Guthaben: Banken haben 2019 die Stadt Olfen zur Kasse gebeten

dzStadtfinanzen

Die Aussichten sind rosig: Die Stadt Olfen erwartet für das laufende Jahr deutlich mehr Einnahmen als Ausgaben. Doch ein besonderer Aspekt trübt die Freude über den Gewinn.

Olfen

, 07.02.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kämmerer Günter Klaes hat 2019 mit verschiedenen Banken zusammengearbeitet, hat Geld umgeschichtet und die Entwicklungen auf dem Finanzmarkt intensiv beobachtet. Doch ganz konnte Klaes Negativzinsen nicht verhindern.

Gut 3500 Euro hat die Stadt Olfen in 2019 insgesamt dafür bezahlt, dass das Geld sicher „geparkt“ werden konnte. „Die Summe ist überschaubar“, sagt Klaes und verweist auf die aktuelle Zinssituation, die auch jeder Sparer seit geraumer Zeit zu spüren bekommt. Mit einem großen Unterschied.

Sondersituationen „spülen viel Geld in die Stadtkasse“.

Bei den meisten Bürgern sind die Ausschläge natürlich deutlich geringer als bei einer Stadt. Hier gibt es eine Reihe von Sondersituationen (Grundstücksverkäufe, Steuern und andere), die innerhalb kürzester Zeit viel Geld in die Kassen „spülen“.

Günter Klaes sagt deshalb auch, dass die Negativzinsen „keine konstante Größe sind. Es kann mehr werden. Aber auch weniger.“ Allerdings wächst angesichts der guten wirtschaftlichen Entwicklung eher die Gefahr, dass Olfen mehr an die Banken zahlen.

Stadtverwaltung erwartet einen Überschuss von 2 Millionen Euro

Für das laufende Jahr hat Klaes bei den Beratungen über die städtischen Einnahmen und Ausgaben angekündigt, dass die Verwaltung mit einem Überschuss von rund 2 Millionen Euro rechnet. Eine stattliche Summe, die die Stadt voraussichtlich auf die „hohe Kante legt“.

Daran werden auch die erste Wünsche und Forderungen aus der Politik wenig ändern. Die CDU beispielsweise hat ein größeres Gefälle zwischen den seit einigen Jahren bestehenden und neuen Spielplatz ausgemacht. Sie macht sich dafür stark, dass der Ansatz von 50.000 auf 80.000 Euro erhöht wird.

CDU-Fraktion schlägt einen Verfügungsfond für Innenstadt vor

Die Fraktion macht sich zudem für die Einrichtung eines Verfügungsfonds zur Stärkung der Innenstadt stark. Mit diesem Fond sollen bürgerschaftliches Engagement und und kleine Projekte gefördert werden.

50.000 Euro sollen ab 2020 jährlich im Haushalt dafür vorgesehen werden. Gleichzeitig soll die Stadt eine Landesförderung beantragen, um den Stadtaufwand zu reduzieren. Grundprinzip der Unterstützung ist allerdings, dass Antragsteller einen 50-prozentigen Eigenanteil einbringen.

Politiker diskutieren, Bürger sind willkommen

Ob es weitere Vorschläge oder Anregungen für die nächsten Monate gibt, wird sich bei der Sitzung des Stadtrates am 11. Februar (Dienstag) zeigen. In der um 18 Uhr beginnenden Sitzung stehen die abschließenden Haushaltsberatungen an.

Ein weiteres Thema ist im öffentlichen Teil der Sitzung auch das Planfeststellungsverfahren zum Neubau der Lippebrücke in Vinnum.

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