Hegering auf erfolgloser Jagd

OLFEN Keine Beute machten die Jäger des Hegerings, die am Freitag in den späten Abendstunden und am Samstag ab Tagesanbruch in den Revieren rund um Olfen auf Fuchsjagd unterwegs waren. Aber sie ließen sich die Stimmung nicht verderben.

von Von Edith Möller

, 14.07.2008, 07:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erfolglos, aber gut gelaunt diskutieren diese Jäger über den Verlauf der Fuchsjagd.

Erfolglos, aber gut gelaunt diskutieren diese Jäger über den Verlauf der Fuchsjagd.

Nach und nach trafen die Jäger in der Gaststätte "Zur Rauschenburg" ein, um sich bei einem gemeinsamen Frühstück auszutauschen. Trotz der erfolglosen Jagd war die Stimmung bestens.

Natur  wichtiger als Schießen

"Schießen ist nicht das Wesentliche", erklärt Hegeringsleiter Heinrich Lohmann. "Der Jäger erfreut sich an der Natur, und an den Tieren. Das sind die Erlebnisse, die hängen bleiben", so der erfahrene Naturfreund, der schon als Fünfjähriger mit seinem Opa zur Jagd ging.

Fuchs konnte entkommen

Dass die Fuchsjagd nicht so verlaufen ist, wie die Jäger sich das erhofft hatten, schiebt Lohmann auf die Witterungsbedingungen und darauf, dass die Felder noch nicht geräumt waren. So konnte der Fuchs immer wieder schnell entkommen.

Es sei eine "wunderbare Sache", fand Friedrich Graf vom Hagen-Plettenberg, dass alle Jäger wieder zusammen gekommen waren. Das stärke den Zusammenhalt. Positiv sah er, dass fast alle Reviere abgedeckt werden konnten. "Dadurch ist eine konzentrierte Jagdausübung möglich." Die Revierinhaber seien dankbar für die Hilfe der Jäger, die wiederum das Angebot gerne annehmen.

30 Prozent der Rehe kommen auf Straßen um

Heinrich Lohmann betonte, dass der Jäger nur den Überbestand wegnimmt und nicht an einer Reduzierung der Artenvielfalt interessiert ist. Bedauerlich sei, dass allein beim Rehwild 30 Prozent im Straßenverkehr umkäme. War es früher die Tollwut, ist es bei den Füchsen heute der Bandwurm, der auf den Menschen übertragbar ist. Die Inkubationszeit beträgt bis zu zehn Jahre. "Jeder zweite Fuchs trägt die Larven mit sich", so Lohmann. Deshalb der Rat eines Fachmanns, an alle, die gerne Brombeeren essen: "Immer die höher sitzenden Früchte pflücken. Die anderen können Larven enthalten."

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