Hanni und Franz Kortmann feiern Diamanthochzeit

OLFEN„Wir sahen uns zum ersten Mal im „Gasthof zur Rauschenburg“, da war‘s schon beschlossen“, erzählt Hanni Kortmann und schaut dabei ihren Ehemann verliebt an. Das Ehepaar feiert am 22. Juli seinen 60. Hochzeitstag.

22.07.2008, 06:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hanni und Franz Kortmann lernten sich im Gasthof zur Rauschenburg kennen

Hanni und Franz Kortmann lernten sich im Gasthof zur Rauschenburg kennen

  Die Eheleute gehören zu der Generation, die den Krieg noch bewusst miterlebt hat. Beide waren bei der Wehrmacht. Hanni als Nachrichtenhelferin und Franz als Nachrichtensoldat im Russlandfeldzug. Am 8. Mai 1945 gerieten beide in amerikanische Gefangenschaft, wurden aber noch im gleichen Sommer nach Hause entlassen. Hanni Kortmann nach Recklinghausen und Franz Kortmann nach Olfen. Nach der Kriegsgefangenschaft arbeitete der damals 23-Jährige als Fährmann auf dem Dattel-Wesel Kanal an der B 235. „Alle Brücken waren ja zerstört. Zum Abrechnen musste ich dann immer in den Gasthof, Hanni stellte sich dort als Köchin vor“, erklärt der Jubilar. Kurz nach der Währungsreform, im Juli 1948 wurde geheiratet. Das Ehepaar wohnte zunächst auf dem elterlichen Hof, erwarb jedoch schon bald ein eigenes Grundstück und baute 1953 das Haus, in dem sie heute ihren Lebensabend verbringen. Franz Kortmann ist gelernter Maurer und Bausteinmetz und „liebte seinen Beruf“.

  Seine Frau dagegen kümmerte sich um Haus, Hof und Kinder. Jetzt, im wohlverdienten Ruhestand, werden sie von Tochter und Schwiegersohn betreut. Um so eine Harmonie im Eheleben aufrechterhalten zu können hat das Paar ein Erfolgsrezept entwickelt: Bei viel Arbeit, wenig Langeweile und Toleranz hat die Chemie von Anfang an gestimmt. Zur Diamantenhochzeit gratulieren dazu die Kinder, 15 Enkel, Freunde und Nachbarn. Das Paar ist zufrieden und sagt: „Dem Herrgott sei Dank“.

Lesen Sie jetzt