Gartenfreunde tauschen in Olfen Stauden - und den fachmännischen Rat gibt’s gratis dazu

Staudentausch

Rund 20 Hobbygärtner haben am Samstagnachmittag trotz Schnee- und Hagelschauer ihre Stauden zur Streuobstwiese am Benthof in Olfen gebracht. Und sie wurden belohnt.

von Maria Niermann

Olfen

, 15.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Gartenfreunde tauschen in Olfen Stauden - und den fachmännischen Rat gibt’s gratis dazu

Zum fünften Mal richteten Olfener BUND-Mitglieder die Staudentauschbörse Staudentauschbörse aus. Dabei gab es auch viele interessante Fachgespräche. © Foto: Maria Niermann

„Ein schattiger Standort? Da wäre doch diese Anemone geeignet, und natürlich Funkien aller Art. Die hier hat das schone grüne Blatt mit dem hellen Rand.“ Gespräche dieser Art gab es viele am Rand der Staudentauschbörse der Olfener BUND-Ortsgruppe. Wer keine Stauden mitgebracht hatte, konnte gegen eine Spende Gewächse seiner Wahl mitnehmen.

Mit den meisten Pflanzen angereist war Werner Olfers aus Olfen. Er war zum dritten Mal dabei. Sein PKW-Anhänger und die Ladefläche seines Autos waren vollgepackt mit Gräsern, mit Kirschlorbeer, mit Funkien und vielem mehr.

Besucher kommen schnell ins Gespräch

„Ich hatte nur einen großen Winterjasmin dabei“, sagt die Olfenerin Regina Niehaves, eine andere Besucherin der Tauschbörse. „Und der war sofort weg“, sagt sie und freut sich. Nun würde sie gerne noch einige Pflanzgefäße für die Terrasse an den Mann bzw. die Frau bringen. Mit Fotos in der Hand kommt sie mit anderen Besuchern ins Gespräch. „Mir juckt es in den Fingern: Ich würde richtig gerne hier einkaufen.“ Aber sie hat in diesem Jahr ihren Garten fachmännisch bepflanzen lassen. Das Ergebnis will sie sich übers Jahr in Ruhe anschauen, um erst später mit Neuanpflanzungen wieder einzugreifen.

„Ich habe diese Streuobstwiese während unserer Fahrradtouren kennengelernt“, sagt eine Selmer Anbieterin. „Hier haben wir immer Rast gemacht und einen Apfel gegessen.“ Sie bietet nun hier ihre Stauden an und gibt die gesammelten Spenden an die Olfener Ortsgruppe weiter. „Das ist mein Dank für diesen schönen Fahrradrastplatz.“

Die Zahl der Anbieter steigt von Jahr zu Jahr

Zum fünften Mal richteten die Olfener BUND-Mitglieder um Vorsitzende Liesel Hatebur die Staudentauschbörse aus. „Und es kommen in jedem Jahr mehr Anbieter – das freut uns sehr“, so Liesel Hatebur. „Manche stellen ihre Pflanzen an den Zaun und gehen direkt wieder, andere bleiben hier.“ Für alle gab’s dann auch Kaffee und heißen Apfelsaft, selbstverständlich von den Streuobstwiesen, und Gebäck.

Die Idee zur Staudentauschbörse hatte Marion Höft-Tombrink. Die Borkerin kümmert sich im Verein um die Kasse. Während eines Apfelfestes an den Streuobstwiesen hatte sie die Olfener Gruppe kennengelernt und sich sofort wohlgefühlt. Und weil sie eine Staudentauschbörse in der Region vermisste, regte sie bei der Ortsgruppe diese Börse an, die auch im fünften Jahr erfolgreich war.

Viele Stauden im Angebot, die sich schnell vermehren

Besonders stark nachgefragte Stauden gibt es nach Auskunft von Liesel Hatebur bei der Börse nicht. „Die Interessenten kommen und schauen, was gerade angeboten wird. Dabei seien viele Stauden, die sich schnell stark vermehren.“ Zudem würden sich die Besucher besonders für die Stauden interessieren, die bereits blühen oder Knospen haben. „Dann können sich die Interessenten leichter vorstellen, wie es später aussehen wird.“ Immer wieder macht Liesel Hatebur auch die Erfahrung, dass die Besucher überrascht sind, was alles auf der Börse angeboten wird.

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