Fall Kandouroff - Es war kein Mord

Missglückter Raubüberfall

/ OLFEN Die drei Tatverdächtigen im Fall des getöteten Klaus Kandaouroff wurden am Freitag dem Haftrichter in Bochum vorgeführt, der in allen drei Fällen einen Haftbefehl wegen versuchten schweren Raubes mit Todesfolge erließ.

HALTERN

von Von Elke Rüdiger

, 18.02.2011, 14:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es fehlen noch Antworten auf viele Fragen: Welche Rolle spielen die Man-Trailer-Hunde? Welchen Fluchtweg haben die Täter genommen? Wie sieht der Zusammenhang zu dem Raubüberfall vor fünf Jahren auf eine alleinstehende alte Dame in Bochum aus? Waren es ein, zwei oder mehrere Täter? Wer hat die Sturmhaube getragen? Hier wird noch ein DNA-Abgleich erfolgen.

Die heiße Ermittlungsphase, erklärte Andreas Wilming-Weber von der Polizei Recklinghausen, laufe noch. PKW und Wohnungen werden durchsucht. Die Vernehmungsinhalte der Verhöre mit allen drei Beschuldigten werden verglichen. Alle Erkenntnisse und Spuren werden zusammengetragen und am Dienstag in der Pressekonferenz vorgestellt.

Den entscheidenden Hinweis erhielt die Mordkommission unter der Leitung von Achim Finkeldey nach der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ am 3. November.   Der Tipp, der letztlich zur Festnahme der drei Männer (zwei Halterner und ein Mann aus Schermbeck) geführt habe, sei aus dem Bekanntenkreis der Verdächtigen gekommen. Weitere Informationen von Anrufern hätten durch neue Erkenntnisse die Ermittlungsarbeit vorangebracht. Ob und wie die Belohnung von 100.000 Euro aufgeteilt werde, entscheiden Familie und Staatsanwaltschaft nach Abschluss des Verfahrens.   

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