Die Eheleute Wolka haben viele Jahre in Olfen gelebt. Jetzt genießen sie das Leben auf Usedom. Das Foto zeigt sie auf der Heringsdorfer Seebrücke. © Wolka
Neuanfang

Eheleute Wolka aus Olfen haben Urlaubsziel zur neuen Heimat gemacht

Ein seltenes Naturschauspiel erleben aktuell Beatrix und Helmut Wolka, die 2019 ihren Lebensmittelpunkt nach Usedom verlegt haben - eine Winterlandschaft wie es sie lange nicht gegeben hat.

700 Kilometer hin, 700 Kilometer zurück: So sahen über viele Jahre die Urlaubsfahrten von Helmut Wolka und seiner Frau aus. Das Ziel war immer gleich – Usedom, ganz im Nordosten Deutschlands. „Wir haben jahrelang auf dem Campingplatz in Stubbenfeld Urlaub gemacht“, sagt Ehefrau Beatrix. „Und im Laufe der Jahre auch Kontakte geknüpft“, ergänzt Helmut Wolka.

Die Olfener haben die Zeit auf Usedom so sehr genossen, dass sie sich in Ruhe nach einem neuen Wohnsitz umgesehen haben. Als sich die Chance ergab, im Ort Benz in der Usedomer Schweiz ein Grundstück zu erwerben, mussten die im Sternbusch lebenden Olfener nicht lange überlegen. „2019 haben wir unser Haus gebaut, komplett behindertengerecht“, sagt Helmut Wolka. Eine im Rückblick gute Entscheidung.

Eheleute verfolgen aus 700 Kilometer Entfernung die Entwicklung Olfens

„Wir haben alles richtig gemacht, es ist herrlich hier“, sagt der heute 67-Jährige Ex-Olfener, der auch im Krankenhaus der Steverstadt geboren wurde. Wobei das „Ex“ nur bedingt richtig ist. Die beiden Söhne leben mit ihren Familien weiter in der Steverstadt. Und auch die Eheleute Beatrix und Helmut Wolka verfolgen über die E-Zeitung der Ruhr Nachrichten, was sich aktuell in der Steverstadt tut. Der Wohnmobilbesitzer interessiert sich beispielsweise sehr für die Entwicklung um den Olfener Wohnmobilstellplatz. Ein Projekt, das etwas ins Stocken geraten ist.

Die Eheleute Wolka haben auf Usedom im Ort Benz ein neues Haus gebaut. „Wir haben alles richtig gemacht“, sagen sie. © Wolka © Wolka

Aktuell sind die Unterschiede zwischen Olfen und Usedom nicht so groß. Es herrscht hier wie dort strenger Winter. „Einen so starken Wintereinbruch wie aktuell gab es auf Usedom seit 1979 nicht mehr“, berichtet Wolka, der mit seiner Frau rund 5 Kilometer entfernt von der Heringsdorfer Seebrücke wohnt – einer beliebten Flaniermeile. Derzeit sind aber nur wenige Menschen dort anzutreffen, berichtet Helmut Wolka. Alleine in der Nacht zu Donnerstag seien nochmal mehr als 20 Zentimeter Neuschnee gefallen. Die Temperaturen liegen deutlich unter 0 Grad.

König der Kökelsumer Schützer und engagierter Liberaler

So glücklich die Eheleute mit ihrer Entscheidung zum Wohnortwechsel auch sind, Helmut Wolka erinnert sich noch gut an die Zeit im Münsterland. „Ich war der erste Lehrling bei Mercedes Schopp“, sagt Wolka. Später habe er sich bei der FDP engagiert. „1999 habe ich die Königswürde bei den Kökelsumer Schützen errungen.“ Und auch in der neuen Heimat ist er bereits vielen Menschen bekannt, nachdem die örtliche Zeitung über den Neuanfang der Eheleute auf Usedom berichtet hatte.

Die Winter-Wunderlandschaft auf Usedom - eine Situation, wie es sie seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat.
Die Eheleute Wolka haben viele Jahre in Olfen gelebt. Jetzt genießen sie das Leben auf Usedom. Das Foto zeigt sie auf der Heringsdorfer Seebrücke. © Wolka © Wolka

Wenn der Winter vorbei ist, werden sich die Eheleute Wolka wieder in ihr Wohnmobil setzen, um die Region zu erkunden. Und immer wieder geht es mal Richtung Olfen, um Kinder und ihre Familien zu besuchen. „Wir haben fünf Enkelkinder“, berichtet Helmut Wolka. Doch erst einmal genießen er und seine Frau die Winter-Wunderlandschaft auf Usedom

Über den Autor
Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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Thomas Aschwer

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