Die ersten Eichenprozessionsspinner sind da - und schon wieder weg

Raupen

Olfener haben die ersten von Eichenprozessionsspinnern befallenen Bäume gemeldet. Die Stadt hat sich um schnelle Hilfe bemüht und ist vorsichtig optimistisch, was die Raupen-Plage angeht.

Olfen

, 14.05.2020, 20:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im vergangenen Jahr waren die Eichen am Radweg an der Kökelsumer Straße vom Eichenprozessionsspinner befallen.

Im vergangenen Jahr waren die Eichen am Radweg an der Kökelsumer Straße vom Eichenprozessionsspinner befallen. © Pascal Albert (A)

In den vergangenen Jahren sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners zu einer Plage geworden - auch in Olfen. Die Brennhaare der Raupen können bei Menschen und Tieren schwere allergische Reaktionen auslösen. Mit verschiedenen Maßnahmen wollte die Stadt die Verbreitung der Raupen in diesem Jahr eindämmen. Trotzdem haben Bürger jetzt die ersten befallenen Bäume gemeldet.

Am Mittwoch (13. Mai) hatten Bürger mit Eichenprozessionsspinnern befallene Bäume an der Gesamtschule in Olfen gemeldet. Einen Tag später waren die Tiere aber schon wieder weg. Die Stadt hat die Raupen bereits eingesackt, sagt Markus Freck, Leiter des städtischen Bauhofs. Der Befall sei nicht schlimm gewesen.

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Außer dieser Stelle hatte die Stadt erst einen weiteren Einsatz wegen der Eichenprozessionsspinner in diesem Jahr. An einem Kindergarten habe es einen „Minibefall“ an einem Baum gegeben, der ebenfalls zügig entfernt wurde, so Freck. Im Vergleich zum Vorjahr scheinen sich die Raupen nicht so schlimm zu verbreiten. „Für diese Jahreszeit ist es bislang recht wenig“, sagt Freck.

Die Stadt hatte sich mit den anderen Kommunen des Kreises Coesfeld schon im November auf ein Vorgehen gegen den Eichenprozessionsspinner geeinigt. So sollten in Olfen rund 100 Nistkästen aufgehängt werden. Meisen sollen die Raupen fressen. Auch ein Biozid kam zum Einsatz, um die Raupen zu töten, bevor sie sich ausbreiten können.

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