Der Schrebergarten der Jockenhövels in Olfen ist „coronafreie Zone“

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Seit 10 Monaten stecken Anja und Karl-Heinz Jockenhövel ihr Herzblut in ihren Schrebergarten an der Steveraue. Wo im letzten Jahr noch gähnende Leere herrschte, flattern nun Schmetterlinge umher.

Olfen

, 20.08.2020, 08:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erholung pur - so beschreibt Anja Jockenhövel (57) ihren Schrebergarten an der Steveraue. Schmetterlinge flattern umher, Bienen umschwirren die Blumen, Eichhörnchen bedienen sich an der Vogeltränke und Spatzen ziehen ihre Jungen in den Nistkästen groß. Im Teich lässt sich der ein oder andere Frosch blicken. Die Jockenhövels sind große Naturliebhaber und können in ihrem eigenen Garten auf Tierfoto-Safari gehen.

Erst im vergangenen Oktober haben die Jockenhövels ihren Garten gepachtet. Zu jenem Zeitpunkt fand man auf den 300 Quadratmetern nichts als Erde. Über den Winter haben die beiden ihren Garten dermaßen aufgemöbelt, dass sie sich in diesem Sommer bereits an einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren erfreuen können. Wie viele Stunden die Jockenhövels dafür investiert haben, können sie gar nicht zählen.

Leckere Tomaten aus dem eigenen Anbau

Aber es hat sich ausgezahlt: Die selbst gezogenen Kräuter, Tomaten und Gurken schmecken „auf jeden Fall besser als gekauft“, meint Anja Jockenhövel. Eine Wildrosenhecke ziert den Garten und es blühen allerlei Pflanzen, die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge anlocken.

Auch Anja Jockenhövel fühlt sich von ihren Pflanzen angelockt: „Ich liebe Blumen, die duften. Wir haben Rosen gepflanzt, die sind schon drei Meter hoch geklettert. Und eine Menge Lavendel wächst hier.“ Das Pflanzen macht ihr Spaß: „Es ist spannend etwas zu säen und dann zu sehen, was daraus wird.“ Ihr Mann, passionierter Naturfotograf, gibt zu: „Sie ist diejenige mit dem grünen Daumen.“ Zwischen all den Pflanzen gibt es außerdem eine Rasenfläche zum Spielen für die Enkel.

Schrebergarten statt Nordsee

Eigentlich wollten die Jockenhövels an die Nordsee ziehen. Doch der Familie zuliebe blieben sie daheim. So kamen sie dann zum Garten: „Die Blumenkästen auf dem Balkon haben mir nicht mehr gereicht. Also haben wir bei der Stadt nachgefragt, ob noch ein Garten frei ist. Genau ein Grundstück Grabeland gab es noch. Und jetzt sind wir richtig glücklich, hier entspannen zu können“, erzählt Anja Jockenhövel.

Auf dem Rasen können die Enkel spielen.

Auf dem Rasen können die Enkel spielen. © Jockenhövel

Jeden Tag fahren sie und ihr Mann in den Garten. „Mein Mann sagt immer, wir fahren in die coronafreie Zone“, sagt Anja Jockenhövel schmunzelnd. Denn in ihrem Garten sei es friedlich und unbeschwert.

Haben auch Sie einen besonderen Garten und möchten ihn zeigen? Haben Sie sich ihn vielleicht auch wegen der Corona-Krise in diesem Jahr besonders hergerichtet? Melden Sie sich gerne und teilen Ihren Gartengeschichte für unsere Sommer-Serie mit uns. Das geht per Mail an selm@ruhrnachrichten.de oder telefonisch unter (02592) 96949.
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