Norbert Sander ist Sportlicher Leiter beim SuS Olfen. © Sebastian Reith
Fußball

Das fußballerische Gesicht des SuS Olfen tritt kürzer und kriegt Verstärkung

Beim SuS Olfen gibt es Veränderungen: Der Verein stellt sich in der Führungsebene künftig anders auf. Die sportliche Leitung wird erweitert.

Sportlich ist im Fußball nur wenig los, auch wenn es mittlerweile eine Perspektive für einen Re-Start auf überkreislicher Ebene gibt. Die Weichen für die kommende Spielzeit werden aber schon jetzt gestellt. So auch beim SuS Olfen. Der Fußball-Bezirksligist kündigte aber keine Änderungen auf dem Feld an, sondern stellt sich in der Führungsetage anders auf.

Norbert Sander, Sportlicher Leiter beim SuS Olfen, der alle drei Herrenmannschaften sowie die A-Jugend verantwortet, muss in Zukunft krankheitsbedingt kürzertreten. „Ich habe hohe Ansprüche an meine Arbeit, aber ich habe gemerkt, dass ich dem in letzter Zeit nicht mehr gerecht werden kann und ich will nicht, dass das auf Kosten des Vereins geht“, sagt Sander. „Ich habe gemerkt, dass es in dieser Form keinen Zweck hat.“

Strukturelle Veränderung beim SuS Olfen

Aufhören wird Sander, der seit vielen Jahren in seinem Herzensverein engagiert ist, in die Bezirksliga aufstieg und im Jahr des Abstiegs schwer erkrankte, aber nicht. Stattdessen wird es beim SuS Olfen eine strukturelle Veränderung geben. Sander, der nicht nur über die Stadtgrenze hinaus als wichtiges Gesicht bekannt ist und eine Schlüsselfunktion innehat, wird in Christian „Bernie“ Brüse ein gleichberechtigter Sportlicher Leiter zur Seite gestellt. Diese Lösung geht auf die Initiative Sanders zurück, der Brüse in seiner Zeit als Trainer coachte und ihn schon lange kennt. Beide stiegen einst gemeinsam in die Bezirksliga auf.

Christian Brüse wird künftig zusammen mit Norbert Sander eine Doppelspitze in der Sportlichen Leitung beim SuS Olfen bilden.
Christian Brüse wird künftig zusammen mit Norbert Sander eine Doppelspitze in der Sportlichen Leitung beim SuS Olfen bilden. © Reith © Reith

„Für mich war immer klar, dass Christian unbedingt eingebunden werden sollte“, meint Sander. „Ich kenne ihn ewig und wir schätzen uns.“ Beide Sportlichen Leiter werden auf Augenhöhe agieren. Sander ist wichtig, das zu betonen. „Ich wollte ihn haben: nicht als Zuarbeiter, sondern gleichberechtigt. Wir werden immer eine einheitliche Entscheidung finden und mit einer Stimme sprechen.“

Die Zusammenarbeit laufe außerdem schon ein paar Tage und Sander und Brüse harmonieren bereits. Das könnte auch in naher Zukunft wichtig werden: Schließlich kommt auf das neue Duo durch den Abgang eines Spieler-Quartetts die herausfordernde Aufgabe zu, passenden Ersatz zu finden.

Christian Brüse spricht die Sprache der Spieler

Dass der neuen Olfener Doppelspitze der Sportlichen Leitung beim SuS dies gelingt, dessen ist sich Sander sicher: „Bernie ist es durch den elterlichen Betrieb gewohnt, leitende Funktionen zu übernehmen. Außerdem ist er sehr gut vernetzt und spricht dadurch, dass er Co-Trainer der A-Junioren ist, die Sprache der Spieler.“

Allgemein sei Brüse zuverlässig, verantwortungsbewusst und einsatzfreudig, berichtet Sander. „Diese Eigenschaften in so einer geballten Ladung sind selten. Es gibt kaum Leute, die mehr Olfener als er sind. Das alles zusammen macht ihn zu einer idealen Lösung“, sagt Norbert Sander. „Persönlich freue ich mich riesig. Und für den Verein bin ich froh, dass er nicht nur eine Lösung, sondern gleich eine Top-Lösung gefunden hat.“

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel
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