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Darum wird das Stadthallengelände für Monate zur Großbaustelle

dzMobilpunkt

Olfen steigt um. Vom Fahrrad oder Auto in den Bus. Um das weiter zu fördern, nimmt die Stadt viel Geld für einen Mobilpunkt an der Stadthalle in die Hand. Bald rollen die Bagger.

Olfen

, 21.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Noch parken an der Stadthalle im Bereich Freiherr-vom-Stein-Straße/Zur Geest zahlreiche Autos. Noch. Wenn der Bauausschuss am Dienstag (26. März) den Daumen hebt, sind die Aufträge für die Umgestaltung der Fläche vergeben. „Im April sollen die Arbeiten anlaufen“, sagt Bürgermeister Wilhelm Sendermann. „Im Oktober wollen wir fertig sein“, ergänzt Bauamtsleiter Klemens Brömmel. Der Plan zeigt auf den ersten Blick, wie stark sich die Fläche verändern wird. Und vor allem, was hier künftig Priorität hat. Fahrräder. Insgesamt 80 überdachte Plätze schafft die Stadt Olfen. Dazu gehören auch zwölf abschließbare Einzelboxen, die Interessenten bei der Verwaltung mieten können. Hier stehen die vermutlich recht teuren Fahrräder trocken und auch besonders sicher. Bei Bedarf kann die Zahl der Einzelboxen erweitert werden.

Realistische Abfahrtzeiten werden angezeigt

Auch das Warten auf den (Schnell-)Bus soll sehr angenehm werden. Im Zuge der Baumaßnahme werden zwei neue Buswartehäuschen gebaut. Und hier können die Fahrgäste wirklich bis kurz vor der Busankunft warten. „Wir errichten eine sogenannte dynamische Fahrgastauskunft“, sagt Wilhelm Sendermann. Die digitale Auskunft zeigt in Echtzeit, wann der nächste Bus kommt. Vorbei die Zeiten, dass man sich fragt, ob der Bus „nur“ verspätet ist oder vielleicht nicht kommt. Niemand muss zudem die Straße Zur Geest zur früh überqueren, um auf der anderen Straßenseite auf den Bus Richtung Lüdinghausen und Münster zu warten. Um für haltende Busse auf beiden Straßenseiten Platz zu schaffen, verschenkt die Straße zur Geest künftig einige Meter Richtung Stadthalle.

Stadt rollt den Radfahrern den „roten Teppich“ aus

Damit nicht genug. Auf beiden Seiten gibt es ab Einmündung „Zur-Vincke-Straße“ Richtung Innenstadt künftig deutlich erkennbare Radwege. Wie in Münster oder insbesondere den Niederlanden „rollt“ auch die Stadt Olfen den Radfahrer auf der Straße Zur Geest und später dann auch auf der Bilholtstraße einen „roten Teppich“ aus. Rund 910.000 Euro nimmt die Stadt insgesamt in die Hand, um den Menschen den Umstieg zu erleichtern und das Thema Mobilität neu zu definieren. Bürgermeister Sendermann sieht die Maßnahme auch mit Blick auf die Neuausrichtung der Stadthalle. Die neuen Pächter planen auch Tagesveranstaltungen. Sendermann kann sich gut vorstellen, dass Teilnehmer mit dem Zug nach Lüdinghausen und hier in den Schnellbus Richtung Olfen umsteigen.

Wo jetzt noch Rasen ist, muss nicht dauerhaft Rasen bleiben

Bleibt die Frage, wo künftig die Autofahrer mit ihrem Wagen bleiben? Die Gefahr, dass gerade die Umstiegswilligen hier keinen Platz finden und deshalb gleich mit dem Auto weiterfahren, sieht die Stadtverwaltung nicht. „Im Umfeld der Stadthalle haben wir große Flächen“, sagt Bürgermeister Sendermann. Gleichzeitig räumt er ein, dass die „Oberflächenfrage diskutiert werden kann“. Im Klartext: Wo jetzt noch Wiese und es damit auch bei Regen oft schlammig ist, muss nicht dauerhaft Rasen bleiben. Priorität hat in den nächsten Monaten jedoch die Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs.

Stadt baut weitere Bushaltestellen aus

Dazu gehört auch der Ausbau der Bushaltestellen am Eckernkamp und der Funnenkampstraße. Beide liegen an der Schnellbuslinie. „Am Eckernkamp verbessern wir die Einstiegsmöglichkeiten“, sagt Bauamtsleiter Brömmel. An der Funnenkampstraße baut die Stadt die von Bürgern in der Vergangenheit mehrfach gewünschten Wartehäuschen. Auf einer Seite ist zudem Platz für einen Fahrradständer. Auch für diese Baumaßnahmen soll der Bauausschuss nächste Woche die Aufträge vergeben.

Damit aber künftig noch mehr Bürger vom Auto auf den Bus umsteigen, wünscht sich die Stadt Olfen wie auch andere Kommunen eine engere Taktfrequenz für den Schnellbus. Nicht alle 60 Minuten soll er Olfen ansteuern, sondern alle 30 Minuten.

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