Christin Jeising leitet seit 2015 mit ganzem Herzen die Freizeit St. Vitus on Tour. © Jeising
Bürgerpreis

Bürgerpreis Olfen 2020: Christin Jeising leitet mit Herz Freizeiten für Kinder

Schon als Kind fuhr sie selbst mit zu Freizeiten, seit 2015 leitet Christin Jeising nun selbst „St. Vitus on Tour“. Mit Herz und Engagement will sie Kindern unvergessliche Ferien bieten.

Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegt Christin Jeising. Sowohl beruflich als auch privat. Die 27-jährige Olfenerin studiert Mathematik und katholische Religion auf Lehramt, will in der Sekundarstufe I unterrichten.

Privat bringt sie sich seit 2015 in die Vorbereitung, Organisation und Durchführung der beliebten Ferienfreizeit „St. Vitus on Tour“ ein. „Ich werde das so lange machen, wie es meine Zeit hergibt“, erzählt Christin Jeising. Sie hofft, dass es noch ganz lange möglich sein wird, die Freizeit zu leiten. Aber manchmal geht es beruflich nicht, wie das Beispiel eines Freundes zeigt, der mit im Team war, dann aber aus beruflichen Gründen aufhören musste.

Planungen für 2021 laufen schon

Derzeit ist das Team schon wieder dabei, die nächste Freizeit für den Sommer 2021 zu planen, wenn die Freizeit in der fünften und sechsten Ferienwoche stattfinden wird. „Wir versuchen immer, den Kindern zwei Wochen zu bieten, die sie nicht mehr vergessen.“ Das schönste Kompliment sei es deshalb auch, dass sich die jungen Teilnehmer oft schon direkt bei der Rückfahrt wieder fürs nächste Jahr anmelden wollen.

Als Kind ist Christin Jeising selbst bei den Messdiener-Freizeiten dabei gewesen. „Daran erinnere ich mich noch heute gern.“ Diese positiven Erfahrungen haben sie und die Arbeit für die aktuellen Freizeiten geprägt. Bis 2013 hat sie sich bei den Messdienern von St. Vitus engagiert.

Gerade für die Sommerfreizeit in diesem von Corona geprägten Jahr hatten sie und das Team sich vorgenommen, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um trotz aller Widrigkeiten eine tolle Freizeit zu organisieren. „Wir haben mit dem Land NRW und mit den zuständigen Behörden gesprochen, mussten noch das Haus wechseln, um alle Schutzmaßnahmen umsetzen zu können“, erzählt die Olfenerin.

Hygienekonzept aufgestellt

Die Kirche habe die zusätzlichen Kosten übernommen, dafür ist sie ebenso dankbar wie für den großen Rückhalt von Eltern, Kindern und eben auch der ganzen Gemeinde. „Wir haben ein eigenes Hygienekonzept aufgestellt, uns vorher das Haus angeschaut.“ Trotzdem musste das Leitungs-Team bis Ende Mai zittern, ob die Freizeit auch tatsächlich stattfinden würde.

Denn immer wieder gab es neue Hygienevorschriften, die wieder ins Konzept eingearbeitet werden mussten. Masken wurden gespendet. „Wir mussten uns um Abdeckungen fürs Essen kümmern, um die Aufteilung der Zimmer, Desinfektionsspender und auch das Programm Corona-konform gestalten“, erzählt die angehende Pädagogin. Auf die Hilfe der Kinder im Küchendienst konnte man beispielsweise aus Schutzgründen nicht zurückgreifen.

„Ich hatte zum Glück Semesterferien während der Freizeit, andere haben Urlaub genommen oder von ihrem Arbeitgeber frei bekommen.“ 41 Mädchen und Jungen waren bei der Freizeit in Meschede im Sauerland dabei. „Es baut sich so langsam ein fester Stamm auf.“

Zwei Teammitglieder waren schon als Kinder dabei und auch einige der Teilnehmer waren schon vier Mal mit unterwegs. Das beweise auch, „dass man alles richtig gemacht hat.“

Schönste Belohnung für das Team

„Auch bei den Eltern gibt es einige, die selbst schon als Kinder mitgefahren sind.“ Für sie ist es die schönste Belohnung ihrer ehrenamtlichen Arbeit, „wenn die Kinder glücklich wiederkommen und ihren Eltern viel zu erzählen haben.“ Das Team selbst sei auch familiär zusammengewachsen: „Wir sind untereinander befreundet.“

Am meisten Freude macht Christin Jeising, wenn die Kinder viel Spaß an den großen gemeinsamen Spielen haben. Wenn „Wetten, dass“ oder „Die perfekte Minute“ auf dem Programm stehen (auch in diesem Jahr) und den acht- bis 15-jährigen Teilnehmern der Spaß anzusehen ist.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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