Mehr Licht, mehr Möglichkeiten - alles neu in der Stadthalle Olfen

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Wann die erste Veranstaltung in der Stadthalle nach dem Umbau stattfindet, steht aktuell in den Sternen. Doch die Bauarbeiter geben Gas - der Fertigstellungstermin ist gesetzt.

Olfen

, 01.05.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kunststofffolie statt Glas, Gerüste im Foyer, aufgestapeltes Material: Wer in diesen Tagen in die Olfener Stadthalle kommt, merkt sofort: Hier ist noch viel Arbeit zu tun. Markus Freck, bei der Verwaltung zuständig für das Gebäudemanagement, lässt nicht locker. Obwohl die Coronakrise Veranstaltungen unmöglich macht, treibt er die Baustelle voran. Möglichst bis Ende Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Bei einem Rundgang mit Bürgermeister Wilhelm Sendermann zeigt Freck auf, was alles geschafft ist - und was noch nicht. Wiederholt sprechen Sendermann und Freck vom Respekt vor der Architektur der vor gut 30 Jahren eröffneten Halle. Sie räumen aber zugleich ein, dass sich die Ausrichtung in Teilen bereits nach kurzer Zeit mit der Schaffung eines Restaurants im ursprünglichen Foyer verändert hatte.

Stadt Olfen investiert rund 1,5 Millionen Euro in Umbau

Diese vor vielen Jahren gesetzten Akzente nimmt die Stadt mit dem rund 1,5 Millionen Euro teuren Umbau zurück. Künftig wird das Foyer - wie bei der ursprünglichen Planung auch vorgesehen - wieder Foyer sein. Dazu passt ein neuer markanter Haupteingang inklusive neuem Windfang Richtung Straße Zur Geest.

Richtung Straße "Zur Geest" bekommt die Stadthalle einen neuen markanten Eingang mit Windfang. Neue Ausbauten sorgen für viel mehr natürliches Licht im Foyer.

Richtung Straße "Zur Geest" bekommt die Stadthalle einen neuen Markanten Eingang mit Windfang. Neue Ausbauten sorgen für viel mehr natürliches Licht im Foyer. © Thomas Aschwer

Wenn die ersten Besucher die Halle betreten, werden sie feststellen, dass die Stadt mit dem Umbau auf stärkere Flexibilität und Variabilität setzt. Neben einer festen Theke gibt es in dem völlig neu gestalteten Foyer auch eine mobile Theke sowie verschiebbare Garderoben-Elemente.

Die neuen Dachausbauten lassen dabei deutlich mehr Licht in den Raum fallen. Ein Entrée zum Wohlfühlen - wie man es auch von deutlich größeren Veranstaltungsräumlichkeiten kennt. Dazu gehört auch ein neuer Fußboden in Holzoptik.

Toilettenanlage als Schwachpunkt erkannt und deshalb erweitert

Von hier aus kommen die künftigen Nutzer auch in die deutlich erweiterte und komplett erneuerte Toilettenanlage. Die alten Räumen hatten sich schnell nach der Stadthalleneröffnung als Schwachstelle heraus kristallisiert.

Sie waren gerade bei Veranstaltungen mit vielen Besuchern wie beispielsweise beim Karneval schlicht zu klein. Der jetzt vollzogene Anbau passt sich dabei von außen komplett der Ursprungsoptik der Halle an.

Innen gibt es hingegen vielfältige Änderungen, um die Möglichkeiten der Stadthalle deutlich zu erweitern, den Bedenken der Nachbarn entgegen zu kommen und auch um Energie zu sparen. Auffällig sind bereits jetzt die neuen grauen Fenster mit Dreifachverglasung.

Halle kann schalltechnisch und energetisch komplett getrennt werden

Möglich ist auch eine schalltechnische und energetische Trennung der Stadthalle. Der deutlich größere Hallenteil umfasst auch die komplett überarbeitete Bühne. Um verschiedenste Veranstaltungen durchführen zu können, hat die Stadt Kettenzüge einbauen lassen. So kann eine bereits mit einer Grundausstattung bestückte Traverse leicht heruntergefahren und erweitert werden.

Vom kleinen Nebenraum ist ein großzügiger Durchbruch zur Halle geschaffen worden - er kann natürlich durch neue Türelemente geschlossen werden.

Vom kleinen Nebenraum ist ein großzügiger Durchbruch zur Halle geschaffen worden - er kann natürlich durch neue Türelemente geschlossen werden. © Thomas Aschwer

Auch im hinteren Hallenteil gibt es auffällige Veränderungen. Das frühere „Vogelnest“ ist abgerissen worden. Zur früheren „Guten Stube“ gibt es jetzt von der Halle aus einen großzügigen Durchgang.

„Gute Stube“ wird nicht mehr als kleiner Veranstaltungsraum benötigt

Der „Nebenraum“ wird aus Sicht der Stadt nicht mehr für kleinere Veranstaltungen benötigt. „Dafür haben wir das Leohaus“, sagt Wilhelm Sendermann. In dem Raum sollen vielmehr bei künftigen Veranstaltungen Buffets aufgebaut werden.

Ein kleiner Anbau war notwendig, um die neue Lüftungsanlage unterbringen zu können. Die Stadthalle verfügt jetzt auch über eine Klimaanlage.

Ein kleiner Anbau war notwendig, um die neue Lüftungsanlage unterbringen zu können. Die Stadthalle verfügt jetzt auch über eine Klimaanlage. © Thomas Aschwer

Wer sich dann auf dem Weg zum künftigen Nebeneingang (Richtung Parkplatz) macht, kommt in einen ebenfalls neu geschaffenen Windfang. Er verfügt über eine starke Absauganlage und ist als Treffpunkt der Raucher vorgesehen. Offen bleibt, wann er seine Premiere feiert. Die Stadt hofft in den nächsten zwei, drei Wochen auf Signale vom Land, wann welche Veranstaltung stattfinden können.

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