Akkordeonorchester Datastico reiste zum World Music Festival

Besonderer Erfolg

Das 13. World Music Festival in Innsbruck war für die Musiker des Akkordeonorchesters Datastico ein ganz besonderes Erlebnis.

Olfen

07.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Akkordeonorchester Datastico reiste zum World Music Festival

Das Akkordeonorchester Detastico war in Insbruck nach der Siegerehrung natürlich in bester Stimmung.Detastico

Akkordeonorchester Datastico befindet sich im Freudentaumel: Die Musiker haben sich den zweiten Platz beim World Music Festival in Innsbruck erspielt. Der Wettbewerb findet alle drei Jahre statt und ist der weltweit größte für Akkordeon- und Mundharmonika-Orchester und -Ensembles. Bereits 2016 düste Datastico mit seinem Dirigenten Tobias Dalhof nach Innsbruck und bekam den zweiten Platz zugesprochen. Der wurde jetzt erfolgreich gegen 21 musikalische Konkurrenten in der Kategorie „Erwachsenen-Orchester Mittelstufe“ verteidigt.

Intensive Probenarbeit zahltg sich aus

44,67 Punkte von 50 und einen Pokal gab es von der Jury aus Deutschland, Finnland und Österreich für die zwei gespielten Wertungsstücke. 12 Minuten inszenierte Datastico sein Können mit jeder Menge Emotionen und überzeugte. Das Ziel, die Jury und die Zuhörer zu berühren und magische Momente zu kreieren, glückte. Die lange Vorbereitungszeit mit vielen Proben zu diesem wichtigen Wettbewerb hatte sich gelohnt.

„Wir haben lagen genau einen Punkt hinter den Siegern aus Balingen (Akkordeon-Orchester Balingen e.V.)“, sagte Schriftführerin Mareike Arnold. Witzigerweise habe das Orchester aus Balingen mit dem Stück gewonnen, mit dem die Formation aus Olfen und Datteln beim vergangenen Mal angetreten war.

Stadt erkundet

„Nachdem wir am Donnerstag gegen Mittag angekommen waren, verbrachten die Meisten von uns den restlichen Tag mit Sightseeing. Dabei darf natürlich ein Besuch des goldenen Dachls nicht fehlen und natürlich sind, wenn man als Gruppe unterwegs ist, Gruppenfotos obligatorisch. Ein Großteil unserer Gruppe trug unsere Datasticoshirts und wir stellten uns gerade für ein Gruppenfoto auf, als wir von einer Gruppe Chinesen angesprochen wurden, ob sie ein Gruppenfoto mit uns machen dürften. Natürlich sind wir ihrer Bitte nachgekommen“, berichtet Schriftführerin Mareike Arnold.

„Wer weiß, vielleicht haben wir demnächst Fans in China. Oder es handelte sich um Hellseher und sie haben schon geahnt, wie gut unser Auftritt zwei Tage später laufen würde und wollten die Ersten sein, die ein Foto mit uns haben.“ Vor Ort war auch Ian Watson, der Komponist des zweiten Datastico-Wettbewerbsstückes („Peace“), war ebenfalls vor Ort. Er dirigierte in Insbruck das London Accordion Orchestra. „Uns war klar, dass er sich unseren Auftritt nicht ansehen kann, da sein Auftritt fast zeitgleich mit unserem stattfinden würde. Aus diesem Grund haben wir ihn eingeladen, sich unsere Probe am Freitag anzuschauen und er kam tatsächlich“, sagt Mareike Arnold.

Emotionale Momente

Sie berichtet von einem unfassbar emotionalen Moment. „Ian hat geweint (und das nicht, weil wir so schlecht waren). Das war ein wahnsinnig magischer Moment und unser erstes Highlight. Im Anschluss daran haben wir gesagt, egal, wie es morgen auf der Bühne laufen wird, diesen Moment nimmt uns keiner mehr.“ Auch der nächste Tag sollte für die Orchester gut werden.

„Strahlender Sonnenschein, noch eine kurze Probe, die sehr gut lief und uns nochmal einen weiteren Schub an Selbstbewusstsein gab und die Zielsetzung, die Zuhörer zu berühren und einen weiteren magischen Moment zu kreieren. Und das gelang“, berichtet das Orchester und fasst es in folgende Worte zusammen: „Publikum berührt und begeistert, Jury berührt und begeistert und wir selbst glücklich, erleichtert und ebenfalls berührt.“ Draußen wurde mit Sekt angestoßen und es floss die ein oder andere Träne puren Glückes.

Weltmeistertitel lockt

Bei der Siegerehrung am Sonntagmittag herrschte eine ausgelassene Stimmung. Jetzt sind alle wieder zu Hause und haben ein neues Ziel vor Augen: das 14. World Music Festival im Jahr 2022. Denn ein kleines bisschen Luft nach oben gibt es noch. Der Weltmeistertitel lockt.

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