Brand in Olfen: Familie richtet eine Botschaft an die Feuerwehr

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Durch ihren Einsatz konnte die Feuerwehr am 21. April in Olfen verhindern, dass ein Wohnhaus großflächig in Brand geriet. Die betroffene Familie hat eine wichtige Nachricht an die Feuerwehr.

Olfen

, 29.04.2020, 12:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Wände sind schwarz. Verkohlt bis unter die Decke. Von der Einrichtung ist kaum noch etwas zu erkennen, auf den Oberflächen haben sich Blasen unter der Farbe gebildet. Das sind die Bilder, die Janine Schultz aus Olfen und ihrer Familie bleiben vom Brand in ihrer Garage und dem Partykeller.

Es hätte noch schlimmer kommen können, weiß die 32-Jährige. Eine Woche nach dem Feuer am 21. April - einem Dienstag - sitzt der Schock bei ihr und ihrer Familie noch tief. „Wir waren gerade beim Essen, als wir die Schreie meines Schwiegervaters nach meinem Schwager gehört haben“, erinnert sich Schultz. Vor dem ehemaligen Bauernhaus konnte die Olfenerin sofort erkennen, warum ihr Schwiegervater nach Hilfe rief. Die Garage stand genauso wie der Partykeller in Flammen.

„Ich habe meine Kinder geschnappt und bin wieder nach draußen gerannt“, beschreibt Janine Schultz. Dann begann das Warten auf die Feuerwehr. Was nur wenige Minuten gedauert hat, habe sich „angefühlt wie Stunden“, sagt die Olfenerin. „Man ist in dem Moment einfach fix und fertig“, erklärt Schultz. Nicht nur aus Olfen kamen Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr. Auch Vinnum und Lüdinghausen unterstützen beim Löschen.

Die neunköpfige Familie - von den Großeltern bis zu den Enkelkindern - kam unversehrt aus dem Haus, und beobachtete vom Radweg an der Lüdinghauser Straße aus, wie die Feuerwehr ihren Job erledigte. Ihre Tochter (9) und ihr Sohn (10) seien völlig aufgelöst gewesen, beschreibt Schultz. Nachbarn und ein Olfener Feuerwehrmann - ein ehemaliger Fußballtrainer des Sohns - halfen dabei, die Familie wieder aufzubauen. „Warum muss das ausgerechnet uns passieren“, sei es der 32-Jährigen immer wieder durch den Kopf geschossen.

Familie will sich für den Einsatz der Feuerwehr bedanken

„Die Feuerwehr hat schnell geholfen und hatte alles schnell im Griff“, sagt Janine Schultz eine Woche später. Die Einsatzkräfte hätten damit verhindert, dass das Feuer auf den restlichen Teil des Hauses und die Wohnräume übergreifen konnte. „Wenn es die Feuerwehr nicht gäbe,...“, beginnt Janine Schultz einen Satz, den sie lieber nicht beenden möchte.

Die Familie hat jetzt damit begonnen, die Schäden in den vom Feuer betroffenen Räumen zu beseitigen.

Die Familie hat jetzt damit begonnen, die Schäden in den vom Feuer betroffenen Räume zu beseitigen. © Janine Schultz

Am 21. April, nach dem Einsatz, habe sie keine Gelegenheit gehabt, sich für die Hilfe der Einsatzkräfte zu bedanken, sagt Janine Schultz. Deshalb habe sie sich an diese Redaktion gewendet. Die Olfenerin will „danke“ sagen für den Einsatz der Feuerwehren aus Olfen, Vinnum und Lüdinghausen. Dafür, dass sie Schlimmeres verhindert haben.

Für die Olfener Familie heißt es jetzt: aufräumen, den Ruß beseitigen und neu aufbauen. Die Garage, die als Hobby-Werkstatt diente, soll genauso wie der Partykeller wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt werden. Das meiste der Einrichtung, Möbel und Gegenstände in den beiden Räumen wurde durch das Feuer zerstört, erklärt die Olfenerin. Unter anderem auch ein Fahrzeug, das in der knapp 100 Quadratmeter großen Garage stand. Im Partyraum habe nur die Schallplattensammlung das Feuer unbeschadet überstanden.

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Außerdem muss sich die Familie von dem Schock erholen. Sie selbst sei noch sehr schreckhaft, beschreibt Janine Schultz. In der Garage seien viele Dosen durch die Hitze explodiert. Bei lauten Geräuschen zucke sie noch zusammen, erklärt die 32-Jährige.

Warum das Feuer ausbrach, ist noch nicht abschließend geklärt, sagt auf Anfrage Sascha Kappel, Pressesprecher der zuständigen Kreispolizeibehörde in Coesfeld. „Vorsatz kann aber schon ausgeschlossen werden“, ergänzt der Polizeisprecher.

Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben insgesamt mit 40 Einsatzkräften vor Ort. Janine Schultz und ihre Familie sind für den Einsatz jedes einzelnen Feuerwehrmanns und jeder Feuerwehrfrau, die am 21. April geholfen haben, unendlich dankbar.

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