Eine Volleyballerin des SuS Olfen muss durch ihre Verletzung noch länger pausieren, kann aber schon wieder ohne Krücken laufen. © Jura Weitzel
Volleyball

Zwei Verletzungen in einem Jahr: Volleyballerin des SuS Olfen trifft es hart

Gleich zwei Verletzungen trafen eine Volleyballerin des SuS Olfen in diesem Jahr. Durch den Lockdown-Light verpasst sie sportlich gesehen im Moment aber gar nicht so viel.

Erst ein Bänderriss am Anfang des Jahres, dann ein Teilanriss des vorderen Kreuzbandes im Herbst. Die Enttäuschung bei Lisa Czempik, Volleyballspielerin des SuS Olfen, hätte im September nicht größer sein können, als sie erneut den Pausenknopf drücken musste. Die Tatsache, dass sie ein weiteres Mal für einige Monate ausfällt, war für 18-Jährige nur schwer hinzunehmen.

Auch eine Operation am Knie stand kurzfristig im Raum, doch Czempik entschied sich schlussendlich dagegen. „So etwas bringt auch immer ein Risiko mit sich“, erklärt die Volleyballerin.

Bis jetzt standen Krankengymnastik und Muskelaufbau auf dem Plan. Zwei Monate nach der Verletzung sind immer mehr Übungen für die Volleyballerin möglich. Aktuell kann sie auch schon wieder ohne Krücken und Schienen laufen und will in den kommenden Wochen an Home-Workouts über die App Zoom mit ihren Teamkolleginnen teilnehmen. Dort will Czempik dann, soweit es ihre Verletzung zulässt, versuchen mit der Mannschaft mitzuhalten.

Erst im Sommer wieder richtig fit

Falls die Wintersaison im kommenden Jahr zu Ende gespielt werden sollte, wird die Volleyballerin ihr Team aber nur vom Rand aus unterstützen. Zwar ist ihr Ziel, so schnell wie möglich wieder zu spielen, aber überstürzen will die 18-Jährige jetzt nichts. „Ich möchte das alles erst einmal in Ruhe angehen und wenn alles gut läuft in der kommenden Saison wieder mitmachen.“ Aktuell brauche sie noch fünf Monate, bis ihr Körper wieder so fit ist, wie vor der Verletzung. Ein unnötiges Risiko mit einem verfrühten Start ins Training will sie nicht eingehen.

Zumal durch den erweiterten Lockdown-Light keine gemeinsamen Einheiten mit dem Team durchgeführt werden dürfen. Deswegen ist Czempik aktuell gefühltstechnisch auch ein wenig zwiegespalten. Denn auf der einen Seite ist das Wettkampfgeschehen und das Training nicht nur für sie, sondern auch für ihre Mannschaft abgesagt. Auf der anderen Seite fehle ihr das Spielen aber trotzdem sehr.

Positive Stimmung in der Mannschaft

Eine Entscheidung zur pausierten Wintersaison wird es seitens des Westdeutschen Volleyballverbandes aller Voraussicht erst im Dezember geben. Dann will das Präsidium in einer Sitzung über die Vorschläge zu neuen Spielsystemen diskutieren, heißt es auf der Internetseite des Verbandes. Der SuS Olfen, aktuell auf Rang sechs in der Tabelle, hatte damals in einer Abstimmung für den Abbruch ohne Wertung votiert, egal ob die Saison fortgesetzt wird oder nicht.

Czempik ist der Meinung, dass sich ihr Team damit abfinden würde, wenn die restlichen Spiele abgesagt werden oder die Wintersaison ein ruhiges Ende findet. „Wenn wir aber wieder spielen sollten, dann schaffen wir noch eine gute Platzierung, auch wenn der Start nicht so blendend war. Da denken wir alle positiv.“

Ähnlich schätzt auch Trainer Dietmar Köhler die Situation ein. Man müsse dann vielleicht die ein oder andere Trainingseinheit mehr einlegen, könne aber trotz der Pause immer noch alles rausholen aus der unterbrochenen Saison.

Über die Autorin
Freie Mitarbeiterin

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.