Für den SuS Olfen ist die Nachwuchsarbeit von entscheidender Bedeutung. Das kann gut gehen, muss es aber nicht. © Sebastian Reith

Zwei Corona-Saisons in der A-Jugend „sind kein Nachteil“ für einen Olfener Fußballer

Kommende Spielzeit will er den Übergang vom Junioren- zum Seniorenfußball bestreiten. Nach zwei Saisons in der A-Jugend, in denen kaum gespielt wurde, sieht der Olfener sich dennoch reif für die Bezirksliga.

So richtig viel wurde nicht gespielt in den vergangenen zwei Spielzeiten, auch im Juniorenfußball nicht. Die A-Jugend des SuS Olfen beispielsweise kommt in diesen beiden Corona-Saisons auf insgesamt 22 Begegnungen in der Meisterschaft: Zusammengenommen ist das nicht mal eine ganze Saison.

Einer der A-Jugendlichen rückt im Sommer in die erste Mannschaft und damit in die Bezirksliga auf. Sorgen macht er sich aufgrund der wenigen Spielpraxis keine – er sieht sogar einen Vorteil gegenüber den älteren Spielern.

„Ich glaube nicht, dass das ein Nachteil ist“, sagt Tim Kortenbusch, angesprochen auf die zwei vermeintlich verlorenen Jahre in der A-Jugend: „Vielleicht haben wir als junge Spieler, die nun in den Senioren-Bereich wechseln, sogar noch mehr Bock, wieder auf den Platz zu kommen als die etwas älteren.“

Der 18-Jährige wird ab dem Sommer gemeinsam mit fünf weiteren Olfener Talenten zum Kader der ersten Mannschaft gehören und damit in der Bezirksliga auflaufen. Für Kortenbusch kein Neuland: Der Stürmer absolvierte bereits zwei Senioren-Einsätze für den SuS in der vergangenen Saison.

Tim Kortenbusch, hier noch als Kapitän der U17 am Ball, spielt ab dem Sommer bei den Senioren des SuS Olfen.
Tim Kortenbusch, hier noch als Kapitän der U17 am Ball, spielt ab dem Sommer bei den Senioren des SuS Olfen. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

Den Unterschied zum Juniorenfußball bekam er da auf Anhieb zu spüren – wortwörtlich: „Ich habe den Ball angenommen und hatte direkt ein, zwei Gegenspieler auf dem Fuß. Ich hatte viel weniger Zeit und Ruhe als in der Jugend“, erinnert sich Kortenbusch.

An der Seitenlinie stand damals noch Jupp Ovelhey, künftig wird Patrick Linnemann als Trainer an der Hoddenstraße fungieren. „Mit Patrick hatte ich schon ein längeres Gespräch“, erzählt Kortenbusch, „in dem es um seine Erwartungen an mich ging, aber auch darum, wie wir als Mannschaft auf und neben dem Platz auftreten wollen. Das hat sich alles sehr gut angehört“.

Kortenbusch dürfte als klassischer Mittelstürmer eingeplant sein. „Ich mache die Bälle gut fest vorne und kann sie auch verteilen, weil ich lange im Mittelfeld gespielt habe in der Jugend“, so der 18-Jährige. Bis zum Start der Vorbereitung hat er allerdings an anderer Stelle Nachholbedarf: „Der konditionelle Bereich war nie meine Stärke und durch die Corona-Pause wurde das nicht besser.“

Seit die Rückkehr auf die Fußballplätze jedoch in Aussicht steht, hat der Auszubildende zum Einzelhandelskaufmann sein Pensum erhöht: „Ich gehe ein paar Mal die Woche laufen. Die Motivation ist wieder groß.“

„Ich zerreiße mich für die Mannschaft“

Und wie lautet die Zielsetzung für das erste Jahr im Senioren-Fußball? „Ich möchte natürlich der Mannschaft helfen, als Stürmer aber auch meine Tore schießen“, nennt Kortenbusch zwei Aspekte und fügt an: „Generell stelle ich persönliche Ziele aber hinten an. Auf dem Platz – das weiß jeder, der mich kennt – bin ich mir für nichts zu schade und zerreiße mich für die Mannschaft.“

Auf eine Partie in der Zukunft freut sich Kortenbusch, der in Olfen wohnt und die gesamte Jugend für den SuS gespielt hat, besonders: „Klar, das Derby gegen Union Lüdinghausen.“ Das wird so ein Spiel sein, in dem Kortenbusch bis zum Umfallen kämpfen, laufen und arbeiten wird – alles für den Erfolg der Mannschaft.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
Zur Autorenseite
Avatar