Sebastian Rast würde beim SuS Olfen gerne noch häufiger jubeln. © Nico Ebmeier
Fußball

„Wenn es weiter geht, sind wir da“ – Sebastian Rast traut dem SuS Olfen noch viel zu

Ein Treffer und vier Torvorlagen konnte Olfens Stürmer in dieser Saison verzeichnen. Mit dieser Ausbeute ist er zwar erstmal zufrieden, hofft aber auf mehr. Auch wegen eines Neuzugangs.

Sebastian Rast schoss die Zweitvertretung des SuS Olfen in der vergangenen Saison mit 18 Treffern zur völlig verdienten Meisterschaft in der Kreisliga B. Zurück in der Bezirksliga und bei der ersten Mannschaft, funktionierte es bisher offensiv noch nicht ganz so wie erwartet. Doch das ist kein Grund, um die Hoffnung aufzugeben.

„Nur ein Tor bisher ist für einen Stürmer vielleicht jetzt nicht unbedingt das, was von ihm erwartet wird. Dennoch bin ich eigentlich mit der bisherigen Saison soweit ganz zufrieden, auch wenn es wohl ein oder zwei Treffer mehr hätten sein müssen. Ich habe mindestens vier Tore vorbereitet und auch zwei Elfmeter rausgeholt“, sagt Sebastian Rast.

Letztendlich ist es ja egal, wer die Tore macht“, zieht er ein erstes Fazit zur bisherigen Saison. Dabei war eben genau der Angriff die Abteilung, die beim SuS bisher noch nicht so richtig funktionieren sollte und auch mit Sicherheit ein Grund dafür ist, dass die Olfener aktuell Tabellen-Vorletzter sind. Nur zwei Mannschaften trafen noch seltener.

„Ich bin mir sicher, dass wir besser sind als es die Tabelle aktuell zeigt. Wir haben gerade in den Spielen gegen höherplatzierte Mannschaften oft gut mitgehalten und dann einfach mit etwas Pech nicht die nötigen Punkte geholt“, findet der Stürmer einen Grund für den aktuellen Rang. Dennoch weiß Rast genau, dass sich an der Hoddenstraße noch keiner mit dem Abstieg in die Kreisliga abgefunden hat.

„Holen wir in diesen engen Spielen vielleicht vier oder fünf Punkte mehr, redet keiner mehr vom SuS als Abstiegskandidaten. Wir haben eine gute Mannschaft, mit vielen jungen Spielern. Sollte es irgendwann wieder weitergehen, dann werden wir da sein und werden uns ganz sicher retten“, so die Hoffnung. Doch dass es tatsächlich nochmal losgeht, glaubt im Olfener Lager nicht wirklich jemand. „Ich habe nun mit ein paar Spielern gesprochen und die Meisten denken, dass es nicht nochmal losgeht. Wenn überhaupt wird nur gerade die Hinrunde zu Ende gespielt. Als Fußballer hoffe ich aber natürlich, dass wir in diesem Jahr noch möglichst viele Spiele machen, aber keine Ahnung, wie wahrscheinlich das ist“, sagt Sebastian Rast.

Königstransfer überraschte auch Sebastian Rast

Wenn es dann wieder losgehen sollte, kann sich die Mannschaft von Jupp Ovelhey jedenfalls auf ganz besondere Unterstützung freuen. Denn mit Mateusz Ostaszewski verpflichtete der SuS Olfen zuletzt sehr überraschend einen Ex-Profi für die Bezirksliga. Auch für den 21-jährigen Stürmer kam dieser Wechsel völlig unerwartet. „Als ich das gehört habe, habe ich erstmal gedacht, dass das irgendwie nicht stimmen kann. Aber ich find es schön, wenn er schätzt, dass ein berufliches Standbein und gute Freunde wichtiger sind als vielleicht noch zwei oder drei Ligen zu spielen. Ich freue mich sehr darauf, dann auch wirklich mit Mateusz auf dem Platz stehen zu können.“

Besonders interessant könnte es für den Olfener aber dann werden, wenn die Fußballkreise Münster und Ahaus-Coesfeld verschiedene Wege in der Nach-Lockdown-Zeit gehen. Denn seit dieser Saison gibt es im Hause Rast zwei verschiedene Heimatvereine. Bekanntlich ist Vater Mario vor wenigen Monaten als Trainer zur SG Selm gewechselt und das sorgte durchaus für Veränderung. „Es ist schon komisch, wenn hier sonst nur über den SuS geredet wird und es jetzt plötzlich am Tisch auch um die SG Selm geht. Aber das ist auch nicht schlimm“, sagt der Ur-Olfener lachend. Vielleicht gibt es in Zukunft ja auch das erste Vater-Sohn-Duell der Familie Rast.

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Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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