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Coronavirus

Was bedeutet die Inzidenz im Kreis Coesfeld für den Sport mit Kindern?

Erst hieß es, Sport für Kinder solle nicht erlaubt werden. Dann gab es eine Rolle rückwärts, die aber Einschränkungen und Ausnahmen enthält. Was gilt nun für den Kreis Coesfeld?

Am Montag (22. April) hatte alles danach ausgesehen, als sei alles schon wieder vorbei. Die Bund-Länder-Runde hatte beschlossen, dass ab einer stabilen Inzidenz von über 100 jeglicher Sport, also auch der gerade erst wieder unter Auflagen erlaubte Juniorenfußball, wieder hätte verboten werden müssen. Ganz so einfach stellte sich die Lage dann aber nicht dar.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte zwar am Mittwoch bestätigt, dass die landesweite Inzidenz als Richtwert gelten soll. Die 100er-Marker ist hier deutlich überschritten, sodass Sport untersagt hätte werden müssen. Am Freitag erfolgte dann eine Überarbeitung: Fortan werden die Richtwerte der Kreise und kreisfreien Städte als Grundlage hinzugezogen.

Mindestabstand muss eingehalten werden

Sport ist nun möglich, wenn dieser als Ausbildung im Einzelunterricht stattfindet, wenn Gruppen von höchstens 20 Kindern bis 14 Jahren mit bis zu zwei Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen trainieren. Hierbei muss zwischen verschiedenen Personen oder Personengruppen, die gleichzeitig auf der Sport auf der Sportanlage unter freiem Himmel treiben dauerhaft ein Mindestabstand von fünf Metern eingehalten werden. Zudem müssen die allgemeinen Kontaktbeschränkungen eingehalten werden, wie es aus der Vorlage heißt.

Wird die Inzidenz von 100 überschritten, dürfen nur noch zehn Kinder bis 14 Jahre mit bis zu zwei Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen trainieren. Individualsport ist weiter erlaubt.

Das bedeutete gute Nachrichten für die Vereine des Kreises Coesfeld. Hier liegt die Inzidenz (Stand Sonntag) bei 76,6. Auch in den Nachbarkreisen Münster (53,9) und Warendorf (76,7) ist der kritische Wert noch nicht überschritten. Somit kann hier Training mit bis zu 20 Kindern stattfinden. Schlechte Nachrichten gibt es jedoch für den Kreis Unna: Dieser überschritt am Sonntag die 100er-Marke und kann nur noch eingeschränktes Training anbieten.

Über den Autor
Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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