Christian Brüse kümmert sich um die sportlichen Belange beim SuS Olfen. © Jürgen Weitzel
Fußball

SuS Olfen verstärkt sich mit sechs Spielern – zwei davon sind alte Bekannte

Der SuS Olfen hatte in den vergangenen Wochen und Monaten einige Abgänge. Der Bezirksligist reagiert nun und holt gleich sechs Spieler ins Team. Zwei von ihnen sind bereits bestens bekannt.

Während der Saison waren es Marvin Böttcher und Sven Schlestein, die bekanntgaben, dass sie wegen der Corona-Pandemie zunächst nicht mehr für den SuS Olfen auflaufen würden. Es folgte Gordon Zyla, der beruflich auf Kreta weilt. Auch Louis Reitemeier wird wegen seines Studiums nicht mehr für den Fußball-Bezirksligisten auflaufen. Und dann war da noch das Quartett, das ankündigte, zur neuen Saison zur SG Selm zu wechseln. Abgänge gibt es also genug an der Hoddenstraße. Doch der SuS reagierte bereits – und legt nun nach.

Zur neuen Saison holt Olfen sechs Spieler aus der eigenen A-Jugend in die erste Mannschaft. Hendrik Maruhn, Paul Gelver, Leon Breuer, Tim Kortenbusch, Mathis Scheele und Jonas Brinkbäumer spielen in der neuen Spielzeit für die Erste der Grün-Weißen.

Gelver und Kortenbusch liefen bereits in der Bezirksliga auf

Gelver und Kortenbusch konnten sogar bereits Bezirksliga-Luft schnuppern. Gelver stand beim Gastspiel beim VfL Kemminghausen über die vollen 90 Minuten auf dem Feld. In der gleichen Partie wurde Kortenbusch eingewechselt, der in der Woche drauf beim Spiel gegen die DJK BW Huckarde erneut von der Bank kam.

Tim Kortenbusch bringt es bereits auf zwei Bezirksliga-Einsätze.
Tim Kortenbusch bringt es bereits auf zwei Bezirksliga-Einsätze. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

Christian Brüse, einer der beiden Sportlichen Leiter beim SuS Olfen, ist überzeugt, dass weitere Einsätze in der Bezirksliga hinzukommen. Über Kortenbusch sagt Brüse, der als Co-Trainer der A-Jugend die Spieler bereits sehr gut kennt: „Er ist ein Lenker, den man auf dem Feld hört. Er sticht durch Größe und Technik heraus.“ In der Ersten ist Kortenbusch als Stürmer vorgesehen, kann aber auch hinter den Spitzen spielen. Gelver hingegen ist Innenverteidiger. „Paul ist robust und giftig. Er kommt vor allem über die Leidenschaft“, berichtet Brüse.

Ebenfalls in der Innenverteidigung läuft Jonas Brinkbäumer auf. Der angehende Abiturient ist so etwas wie das Gegenstück zu Gelver: „Er hat ein sehr gutes Aufbauspiel“, lobt Brüse. „Wir müssen abwarten, wie er sich macht. In der neuen Saison kommen ganz schön abgezockte Gegner auf ihn zu.“

Ebenfalls zur Ersten hinzustoßen wird Mathis Scheele. „Er hat in den letzten beiden Jahren einen großen Sprung gemacht“, weiß Brüse. „Sein Spiel war schon immer sehr körperlich. Auch deswegen glaube ich fest daran, dass er es in der Bezirksliga packen wird.“

Leon Breuer soll die linke Abwehrseite verstärken.
Leon Breuer soll die linke Abwehrseite verstärken. © Reith © Reith

Leon Breuer wird die linke Abwehrseite der Grün-Weißen verstärken. Der Abiturient verfüge über einen starken linken Fuß und könne sehr gefährliche Standards treten, so Brüse.

Sechster im Bunde ist Hendrik Maruhn. Der Torwart soll die Lücke schließen, die der wegen eines Studiums abgewanderte Louis Reitemeier hinterlassen hat und sich zudem mit Jan Stember um den Platz zwischen den Pfosten streiten. Maruhn legte zwischenzeitlich eine einjährige Pause ein. „Natürlich hat er etwas Rückstand, weil er nicht gespielt hat“, meint Brüse, „jetzt will er aber voll angreifen“.

Gute Jugendarbeit des SuS Olfen zahlt sich aus

Trainer Patrick Linnemann freut sich bereits auf die Verstärkungen: „Es sind alles coole Jungs, die richtig Bock haben.“ Es gehe nun darum, aus der Mannschaft eine Einheit zu formen, so Linnemann.

Christian Brüse ist ebenfalls froh, dass der SuS die entstandenen Lücken mit Personal aus den eigenen Reihen auffüllen könnte. Der Grund, warum das auch in diesem Jahr wieder gelang, liegt für den Sportlichen Leiter auf der Hand: „Unsere durchgängig besetzte Jugend ist unser Faustpfand.“

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel
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