Die Handballer des SuS Olfen könnten einen Teamkollegen verlieren. © Weitzel
Handball

SuS Olfen bangt um eine langjährige Stütze des Vereins

Mehr als 20 Jahre spielt er schon Handball. Diese Zeit könnte vorbei sein. Für den SuS Olfen würde das einen großen Verlust bedeuten.

Die Saison in der Handballkreisliga Industrie fiel komplett aus. Der SuS Olfen machte kein einziges Spiel. Einem langjährigen Spieler gab die lange die Pause die Gelegenheit, seine schweren Blessuren auszukurieren. Ob er jedoch als Spieler nochmals in den Olfener Holztempel zurückkehrt, ist ungewiss.

„Ich weiß nicht, ob ich weiterspielen kann“, sagt Nico Bölken. Der langjährige Torwart des SuS Olfen war bereits mehrmals an den Knien verletzt und steht vor einer ungewissen Zukunft als Handballer. „Ich wurde bereits zwei Mal operiert“, berichtet er, „eine weitere Laufbahn als Handballer steht für mich also infrage.“

Nico Bölken absolviert eine Reha

Der 31-Jährige macht derzeit eine Reha und kann nur leichtes Training absolvieren. Ob die Operationen den gewünschten Erfolg bringen, wird erst nach dem Ende der Reha feststehen, weswegen die Zukunft ungewiss ist. „Ich halte mir offen, ob ich weitermache“, sagt Bölken, „in jedem Fall wird es aber nur weitergehen, wenn es vernünftig ist.“ Diese Entscheidung will der Torwart gemeinsam mit seinem behandelnden Arzt fällen.

Ob Nico Bölken für den SuS Olfen nochmal das Tor hütet, ist ungewiss.
Ob Nico Bölken für den SuS Olfen nochmal das Tor hütet, ist ungewiss. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Allerdings würde er schon die Mannschaft und seine Sportart vermissen. Seit mehr als 20 Jahren steht Bölken auf der Handball-Platte. „Dieser Sport ist ein nicht unerheblicher Teil, wenn nicht sogar zentraler Bestandteil meines Lebens“, sagt der 31-Jährige.

Auf der Suche nach Alternativen

Ohne Sport gehe es ohnehin nicht bei ihm, meint Bölken. „Zuhause kann ich zwar Sport machen, eine Dauerlösung ist das aber nicht.“ Sollte der Arzt Bölken davon abraten, mit dem Handball weiterzumachen, wird sich Bölken anders orientieren.

Allerdings gibt es hier ein Problem: „Ich bin sehr ballfixiert“, sagt Bölken, „leider sind die meisten Ballsportarten nicht sehr knieschonend – von Wasserball vielleicht abgesehen, aber das ist nicht mein Ding.“ Daher ist auch die sportliche Zukunft offen. „Ich habe noch keinen genauen Plan“, sagt Nico Bölken.

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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