Patrick Linnemann stand am Dienstag erstmals als Coach des SuS Olfen mit seiner Mannschaft auf dem Platz. © Henkel
Fußball

So lief das erste Training unter Patrick Linnemann beim SuS Olfen

Seit einigen Wochen ist Patrick Linnemann Coach des SuS Olfen. Am Dienstag leitete er sein erstes Training. Wie gestaltet er seine Einheit? Wie führt er die Mannschaft? Wir waren vor Ort.

Patrick Linnemann verliert keine Zeit. Zum ersten mal steht der neue Trainer des SuS Olfen am Dienstagabend mit seiner Mannschaft auf dem Trainingsplatz. Gut sieben Monate hat der Fußball-Bezirksligist diese Erfahrung nicht mehr gehabt. Entsprechend voll ist es auf dem Gelände an der Hoddenstraße: Wer nicht beruflich verhindert ist, nimmt an der ersten Einheit unter Linnemann teil.

Für den neuen Coach erfolgte der Start beim SuS Olfen aber schon vor einigen Wochen. Per Video lernt Linnemann seine Mannschaft bereits kennen, die ein anderes, jüngeres Gesicht als in der vergangenen Saison hat. Nun also das erste Treffen vis-a-vis.

Patrick Linnemann verliert keine Zeit

Zunächst bittet der Coach zum Mannschaftskreis. Kurz darauf geht es zum Warmlaufen. Und anschließend bittet Linnemann zur ersten Übung. Der Trainer will die Zeit bei der ersten Einheit eben möglichst effizient nutzen.

Passen steht im Vordergrund der ersten Übung. Linnemann fordert gleich etwas ein, das dem SuS Olfen in der Vergangenheit etwas abging: die lautstarke Kommunikation auf dem Platz. Dabei ist der Coach auch selbst immer wieder zu hören, macht sich mit Kommandos bemerkbar, lobt, aber unterbricht auch die Einheit, wenn ihm etwas nicht passt. „Das sieht gut aus“, „weiter, los“ und die Aufforderung „sprecht miteinander“ sind permanente Zwischenrufe Linnemanns.

Patrick Linnemann machte selbst Übungen vor.
Patrick Linnemann machte selbst Übungen vor. © Henkel © Henkel

Gleichzeitig ist dem Nordkirchener wichtig, dass der Spaß nicht zu kurz kommt. „Gut, dass das das erste Training ist und nicht das vor einem Spiel“, meint Linnemann augenzwinkernd. Die lange Fußball-Pause zollt ihren Tribut. „Ballan- und -Mitnahme sind nicht perfekt, aber das ist ja auch das erste Training“, weiß Linnemann.

Dabei sieht das im abschließenden Trainingsspiel für die erste Einheit gar nicht schlecht aus. Die jungen Spieler treten hier gegen die erfahrenen Kräfte an. Und Erstere machen einen sehr starken Eindruck, dominieren phasenweise die etablierten Kräfte.

Wer am Ende vorneliegt, ist aber letztlich egal. „Die Jungs haben trotz der Pause sensationell mitgezogen“, betont Linnemann. Dass die jungen Spieler aber von Einheit eins an Druck machen, dürfte dem Trainer gefallen. „Wir haben ein gutes, junges Team, das aber auch mit Erfahrung gespickt ist“, sagt Linnemann.

SuS Olfen muss als Team agieren

Dass individuelle Klasse vorhanden ist, daran dürfte es trotz der schwachen vergangenen Saison nur wenig Zweifel geben. Nun dürfte es in einem der nächsten Schritte darum gehen, aus den talentierten, starken und etablierten Spielern ein Team zu formen, das diesen Namen auch verdient.

Linnemann ist sich aber sicher, dass das gelingt: „Wenn die Mannschaft zusammenwächst – und davon gehe ich aus“, meint der Trainer, „dann glaube ich haben wir in der Liga gute Chancen.“ Bis zum Meisterschaftsstart hat der SuS Olfen noch einige Zeit, aber davon keine kostbare Sekunde zu verlieren. Patrick Linnemann wird dafür sorgen, dass seine Mannschaft nicht trödelt.

Über den Autor
Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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