Johanna Jäger und der SuS Olfen feierten im Frühjahr den Aufstieg in die Verbandsliga. © Weitzel
Volleyball

Jahresbilanz: SuS Olfen mit stolzem Blick zurück und bangem Blick voraus

In unserer Jahresbilanz-Reihe schauen wir uns das gesamte Kalenderjahr der heimischen Teams an. Auch, wenn nur knapp fünf Monate Volleyball gespielt wurde, hatte 2020 Einiges zu bieten.

Die Volleyballerinnen des SuS Olfen dürften einerseits ziemlich zufrieden sein, wenn sie das Jahr 2020 Revue passieren lassen. Schließlich stand nach der im Frühjahr abgebrochenen Saison in der Landes- der Aufstieg in die Verbandsliga zu Buche.

Andererseits dürfte die laufende Spielzeit den SuSlerinnen noch einiges abverlangen, sobald die Saison fortgesetzt wird. Schließlich sind die Olfenerinnen neben einigen anderen Mannschaften neu in der Verbandsliga.

SuS Olfen freut sich über den Aufstieg

Zunächst einmal durfte sich der SuS aber im Frühjahr über den Aufstieg freuen. Dabei war der Start ins Jahr 2020 kein guter: In den ersten beiden Spielen setzte es zwei Niederlagen – im Spitzenspiel gegen den Lüner SV und gegen den am Saisonende Tabellenletzten TV Hörde III.

Danach fing sich die Mannschaft von Trainer Dietmar Köhler aber und holte vier Siege aus den nächsten fünf Spielen. Der Lohn: Platz zwei hinter dem Lüner SV und der Aufstieg in die Verbandsliga.

Nun also spielt der SuS Olfen eine Klasse höher. So recht wussten die Volleyballerinnen zu Saisonbeginn nicht, wo sie stehen. Zwar kann der SuS die eigene Kaderstärke ganz gut einschätzen, schließlich blieb die Mannschaft bis auf einen Abgang und zwei Zugänge gleich, allerdings bereitete den Olfenerinnen die Staffeleinteilung durchaus Kopfzerbrechen.

WVV gründet eine fünfte Verbandsliga

Durch den Abbruch gab es nur vier statt acht Absteiger aus den Verbandsligen. Gleichzeitig stiegen mehr Mannschaften auf. Die Folge: Die vier Verbandsligen waren stark aufgebläht. Der Westdeutsche Volleyball-Verband (WVV) reagierte und gründete kurzerhand eine fünfte Verbandsliga. Für den SuS Olfen gleicht diese eine Wundertüte, schließlich kennen sie beim SuS kaum ein Team, wie auch Kapitänin Johanna Jäger sagte.

Fürchten werden sie sich nicht beim SuS. Allerdings wird der ein oder andere bange Blick sicher auch Richtung Tabelle gehen. Schließlich wird es voraussichtlich am Ende dieser Saison mehr Absteiger geben. Auch deshalb gab Trainer Köhler den Klassenerhalt als vorrangiges Ziel aus.

SuS Olfen holt vier Punkte

Die Möglichkeit dazu ist in jedem Fall gegeben. Bei der Verbandsliga-Premiere holte der SuS einen Punkt. Dabei wäre sogar noch mehr drin gewesen. Auch danach verkaufte sich Köhlers Mannschaft ordentlich, belohnte sich jedoch zu selten für ihre Auftritte, in denen sie bis auf das letzte Spiel vor dem Sport-Stopp beim Spitzenteam SC Halle nie chancenlos waren.

Immerhin vier Punkte sammelten die SuSlerinnen bis dato. Ironischerweise holte die Mannschaft ihren einzigen Drei-Punkte-Sieg ausgerechnet dann, als Trainer Dietmar Köhler privat verhindert war.

Des Weiteren mussten die Olfenerinnen auch auf Lisa Czempik verzichten. Sie wird wohl auch erst einmal weiter fehlen. Eines hat sich trotz dieser Schwächung jedoch gezeigt: Der SuS Olfen ist in der Volleyball-Verbandsliga absolut konkurrenzfähig.

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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