Im Spiel von Westfalia Vinnum hakte es in diesem Jahr häufig. © Jura Weitzel
Fußball

Jahresbilanz: Für Westfalia Vinnum geht es schon wieder nur um eines

In unserer Jahresbilanz-Reihe schauen wir uns das gesamte Kalenderjahr der heimischen Teams an. Auch, wenn nur knapp fünf Monate Fußball gespielt wurde, hatte 2020 Einiges zu bieten.

Zu Jahresbeginn gingen bei Westfalia Vinnum die Rechenspielchen los. Zumindest dürfte der A-Ligist Anfang 2020 häufiger einen Blick auf die Tabelle geworfen haben, als es den Verantwortlichen an der Borker Straße lieb gewesen ist.

Die Westfalia kämpfte in der Saison permanent gegen den Abstieg. Das Team des damaligen Trainers Michael Nachtigall belegte stets einen Platz zwischen 12 und 14. So hieß die Realität zu Jahresbeginn eben: Kämpfen um jeden Punkt. Das gelang zunächst nicht: Drei Niederlagen setzte es bei der Wiederaufnahme der Saison. Das vierte Spiel gewann die Westfalia, dann kam der Lockdown und schließlich der Saison-Abbruch.

Westfalia Vinnum rüstet im Sommer auf

Für Vinnum bedeutete das zum einen den sicheren Klassenerhalt, da es keine Absteiger gab. Zum anderen war das für den Klub die Chance, sich neu aufzustellen, um eine weniger sorgenvolle Saison zu spielen. Dazu holte Vinnum einige Neue: Die Brüder Murat und Mert sowie dessen Cousin Fatih Cengiz, Khaled Omeirat und den erfahrenen Timo Tetzlacht. Zudem hätte Noah Can Bagdat an die Borker Straße kommen sollen, der jedoch kurzfristig zurückzog.

Mit den Verstärkungen kehrte die Zuversicht auf eine bessere Spielzeit in Vinnum ein. „Wir wollen die letzte Saison wettmachen“, so die Vorgabe von Trainer Nachtigall.

Und zunächst sah es auch nicht schlecht aus: Aus den ersten beiden Spielen holte Vinnum vier Punkte, schaffte zudem den Einzug in die dritte Runde des Kreispokals.

Danach lief allerdings nichts mehr zusammen. Es folgten vier Niederlagen in der Meisterschaft in Serie, in dessen Folge sich Westfalia Vinnum von Michael Nachtigall trennte und stattdessen Dennis Gerleve nun in der Verantwortung steht, wenn der Fußballbetrieb wieder aufgenommen wird.

Die sportliche Misere in Vinnum ist auch ein Ergebnis von Umständen, auf die die Westfalia keinen Einfluss hatte. Bereits zum Saisonauftakt plagten den A-Ligisten Personalproblem, zwei der zuvor erwähnten Neuen (Murat und Mert Cengiz) konnten verletzungsbedingt kaum oder sogar überhaupt nicht mitwirken.

Patrick Roser nutzt den Winter

Den Winter nutzte der Sportliche Leiter der Westfalia, Patrick Roser, nicht nur, um einen neuen Impuls an der Seitenlinie zu setzen, sondern plant auch die Verpflichtung weiterer Spieler.

Kehren die angeschlagenen Spieler aus ihren Verletzungen zurück und sollten sich die möglichen Neuzugänge als Verstärkungen herausstellen, hat Westfalia Vinnum gute Chancen, sich aus dem Tabellenkeller der Kreisliga A zu befreien. Bis dahin werden die Verantwortlichen den Blick aber wohl auch noch ein ums andere Mal auf die Tabelle richten.

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Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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