Die Offensivreihe um Yusuf Demir (2. v. l.) und Robin Hagenmeyer (r.) zeigte sich noch nicht so treffsicher bei Westfalia Vinnum. © Jura Weitzel
Fußball

„Hoffe nicht, dass es so bleibt“: Die meisten Tore bei Westfalia Vinnum schießt ein Sechser

Westfalia Vinnum ist besser in die Saison gestartet, als es das Team erwartet hat. Nur offensiv stockt der Motor noch ein bisschen, denn nach drei Spieltagen hat ein Sechser die meisten Tore erzielt.

Der Saisonstart bei Westfalia Vinnum kann sich bisher wirklich sehen lassen. Zwei Siege und eine Niederlage bringen den vierten Platz in der Fußball-Kreisliga A. Einzig die Offensive kam bisher noch nicht so richtig in Fahrt und sorgt so dafür, dass ein Mittelfeldspieler ganz oben in der teaminternen Torschützenliste steht.

Zwei Mal stand nämlich bereits der Name Daniel Wessels als Scorer auf dem Spielberichtsbogen. Kein anderer Vinnumer traf häufiger, einzig Murat Cengiz bis zum dritten Spieltag ebenso oft. „Ich hoffe nicht, dass es so bleibt“, sagt Wessels lachend. Der defensive Mittelfeldspieler ist eigentlich gar nicht für das Toreschießen bekannt und sorgt eher dafür, dass die Gegner nicht jubeln können.

Daniel Wessels ist bester Torschütze von Westfalia Vinnum

„Es waren beides Elfmeter und ich bin einfach sehr nervenstark. Also zumindest scheint es für die Kreisliga A zu reichen“, erklärt der Sechser den Grund für die durchaus kuriose Statistik. Daniel Wessels ist dazu in dieser Saison nicht nur die erste Wahl, wenn es um einen Schützen aus elf Metern geht, viel wichtiger ist der Vinnumer außerdem der neugewählte Kapitän beim A-Ligisten.

„Ich war ja schon im vergangenen Jahr zusammen nach Sven Quante stellvertretender Kapitän und nun darf ich die Binde selbst tragen. Ich bin nun schon länger in Vinnum und bin einer, der immer das sagt, was ich denke. Scheinbar finden das meine Mitspieler ganz gut“, so Wessels, der eine teaminterne Abstimmung gewonnen hat und dann auch nicht mehr „Nein“ sagen konnte.

Daniel Wessels (r.) traf schon zweimal per Elfmeter.
Daniel Wessels (r.) traf schon zweimal per Elfmeter. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Und mit der Nummer zwei als Spielführer und dem neuen Spielertrainer Dennis Gerleve scheint es aktuell richtig gut zu laufen. „Ganz klar, ich würde den vierten Platz am Saisonende sofort unterschreiben. Es tut einfach gut, nachdem wir in den letzten Saisons so unten rum gekrebst sind, endlich wieder Erfolg zu haben. Aber wir haben erst den dritten Spieltag hinter uns und unsere Liga ist sowieso komplett verrückt. Da kann noch ganz viel passieren.“

Was genau der neue Coach mit der Westfalia gemacht hat, weiß Daniel Wessels gar nicht so genau: „Keine Ahnung, es gab auf jeden Fall keine Trainingscamps oder irgendwelche großen Motivationsreden“, sagt er lachend. „Aber natürlich haben wir auch ein paar richtig gute Spieler dazubekommen. Das ist schon ein riesen Vorteil.“

Westfalia Vinnum vor Spitzenspiel gegen SuS Concordia Flaesheim

Ob der Kapitän auch am Wochenende den A-Ligisten zum nächsten Sieg führen kann, ist allerdings noch fraglich. Momentan laboriert Wessels noch an einem Magen-Darm-Infekt. Viel wichtiger wird aber beim Spitzenspiel am Sonntag um 15 Uhr (Dr.-Hermann-Grochtmann-Str., Haltern am See) gegen den SuS Concordia Flaesheim sein, dass die Stürmer endlich anfangen, zu treffen.

„Wenn man sieht, wie viel Fatih Cengiz und Robin Hagenmeyer in der Vorbereitung getroffen haben, ist das natürlich schon komisch. Vielleicht haben sie aktuell noch ein bisschen Ladehemmungen, aber das wird sich auch noch ändern“, gibt sich der Vinnumer zuversichtlich.

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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