Müll

Was gehört in den Bio-Müll? Nordkirchen startet mit Stichprobenkontrollen

Immer mehr Plastik landet aus Biotonnen auf dem Kompostwerk in Coesfeld. Nordkirchen startet deshalb jetzt mit Stichproben - und lässt falsch befüllte Tonnen auch ungeleert stehen.
Ist die Biotonne in Nordkirchen falsch befüllt, könnte sie künftig an der Straße stehen bleiben. © Karim Laouari

Immer mehr Plastiktüten, verpackte Lebensmittel und anderer Müll, der nicht in die Biotonnen gehört, landet derzeit im Kompostwerk in Coesfeld. „Solche Verunreinigungen gefährden jedoch den Biokompost und somit unsere Umwelt. Zur Reduktion dieser Fehlwürfe finden daher ab jetzt Biotonnenkontrollen in der Gemeinde Nordkirchen statt. Falsch befüllte Biotonnen werden dann von den Sammelfahrzeugen stehen gelassen“, erklärt die Gemeinde in einer Pressemitteilung.

Plastiktüten bilden noch immer den größten Störstoffanteil in den Biotonnen im Kreis Coesfeld. Unter dem Motto „#wirfuerbio – Biomüll kann mehr“ haben sich die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC) mit vielen weiteren Abfallwirtschaftsbetrieben zusammengeschlossen, um die Störstoffe im Bioabfall zu minimieren und die Qualität der aus Bioabfall gewonnen Komposterde zu verbessern. Die WBC sieht der zunehmenden Verunreinigung in den Biotonnen mit Sorge entgegen. Immer öfter und in viel zu großen Mengen finden sich hier anorganische Abfälle, vor allem Plastiktüten und „kompostierbare“ Plastiktüten. Es wird zunehmend aufwendiger daraus Kompost herzustellen, da die Fremdstoffe aussortiert werden müssen.

Falsch befüllte Tonnen bleiben ungeleert stehen

Die WBC ist auf Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. „Wir wollen dort ansetzen, wo das Problem seinen Ursprung hat: In den Küchen und Biotonnen. Denn nur aus sauberen Bioabfällen – ohne Störstoffe – kann saubere Komposterde werden“, betont Ursula Kleine Vorholt, Prokuristin der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH. Seit dem 18. Oktober 2021 finden daher stichprobenartige Kontrollen in der Gemeinde Nordkirchen statt und offensichtlich fehlbefüllte Biotonnen werden von den Sammelfahrzeugen nicht geleert und bleiben stehen.

Wenn die Kontrolleure am Abfuhrtag eine durch Plastik, Glas, Metalle oder Restabfall verunreinigte Biotonne vorfinden, wird diese mit einem roten Tonnenanhänger versehen und nicht geleert. In diesem Fall sollten die Störstoffe bis zu nächsten Abfuhr vom Nutzer der Biotonne entfernt werden. Wer nicht so lange warten kann, hat die Möglichkeit, entweder für die nachsortierte Biotonne eine kurzfristige Nachabfuhr für 40 Euro zu beantragen oder die fehlbefüllte Biotonne als Restmüll bei der nächsten Restmüllabfuhr für 60 Euro leeren lassen. Die Kontrollen sind so gelegt, dass in der folgenden Woche eine Restmüllabfuhr stattfindet. „Wie das im Einzelnen geht, erfährt der Nutzer von auf dem Tonnenanhänger angegebenen Ansprechpartner bei der Gemeinde“, erläutert Ursula Kleine Vorholt.

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