Insgesamt 251 Tage - mit Unterbrechungen - hatte der Wohnmobilstellplatz in Nordkirchen geschlossen. Ab Samstag darf er wieder Gäste empfangen. © Michael Moll

Urlaub in Nordkirchen: Wohnmobilstellplatz darf wieder öffnen

Monatelang musste der Wohnmobilstellplatz in Nordkirchen schließen. Ab Samstag (15.5.) ist wieder geöffnet. Zur rechten Zeit, denn die Coronakrise ging für den Betreiber „hart an die Grenze“.

Michael Moll hat Tagebuch geführt: 251 Tage – mit Unterbrechungen – durfte der Betreiber des Nordkirchener Wohnmobilstellplatzes Am Gorbach keine Gäste empfangen. Zwischendurch postete Moll, der auch als Journalist und Reisebuchautor tätig ist, im Internet bei Instagram und Facebook Fotos von seinem Platz. Was sich getan hat, worauf sich die Besucher freuen, wenn er denn wieder Wohnmobiltouristen empfangen darf.

Und am 12. Mai 2021 ging es auf einmal ganz schnell. Noch am selben Tag, als die Landesregierung in Düsseldorf verkündet, dass – abhängig von der Inzidenz des jeweiligen Kreises oder der kreisfreien Stadt – Gastronomien, aber auch touristische Herbergen öffnen dürfen, sagt Moll gegenüber dieser Redaktion vorsichtig: „Ich glaube, wir dürfen öffnen.“ Moll war skeptisch. Zu recht. Im vergangenen Jahr erlebte er ein Auf und Ab der Emotionen, als er erst glaubte, den Platz nach dem damaligen Lockdown öffnen zu dürfen, dann wieder nicht und am Ende dann doch.

Am Freitag (14.5.), zwei Tage nach der Ankündigung des Landes, hat sich Moll aber auf seine Gäste vorbereitet. In den sozialen Netzwerken verkündet er, dass Wohnmobiltouristen wieder in Nordkirchen Halt machen dürfen. Alles sei vorbereitet, wie Moll gegenüber der Redaktion sagt. „Wir pflanzen noch ein paar Blumen, dann kann es losgehen.“

Und er rechnet damit, dass die 21 Plätze schnell belegt sein werden. Reservierungen gibt es nicht. Wer kommt und einen freien Platz ergattert, darf bleiben. Den ersten drei Gästen hat Moll bereits ein kleines Willkommens-Geschenk in Aussicht gestellt.

Das größte Geschenk für Moll, der den Wohnmobilplatz gemeinsam mit seiner Frau betreibt, ist hingegen die spontane Chance, den Betrieb wieder aufnehmen zu können. „Wir sind definitiv erleichtert. Es war schon hart an der Grenze“, sagt Moll über die finanziellen Auswirkungen der Coronakrise.

Für seine Gäste wird der Besuch in Nordkirchen „relativ unkompliziert“, sagt Moll. Wie in anderen Bereichen auch müssen die Gäste einen aktuellen Test, eine überstandene Covid-19-Erkrankung oder eine vollständige Impfung vorweisen, um den Wohnmobilstellplatz besuchen zu können. Der Test darf dabei nicht länger als 48 Stunden zurückliegen.

In anderen Bundesländern, wie den Nachbarn in Niedersachsen, sei eine maximale Auslastung von 60 Prozent vorgegeben. Das sei in Nordrhein-Westfalen allerdings nicht der Fall, so Moll.

Die Wohnmobile müssen auf dem Platz allerdings alle rückwärts einparken, damit die Türen zu einer Seite öffnen und sich die Gäste nicht begegnen. „Wir freuen uns jetzt, dass wieder jemand kommt“, sagt Michael Moll.

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Redaktion Selm
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Karim Laouari

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