Dr. Antje Münzenmaier und Dieter Niechcial von der Hospizgruppe Selm, Olfen, Nordkirchen freuen sich auf den Umzug in die neuen Räumlichkeiten. Vorher, so hat es Martin Groß (Mitte) von der Sparkasse erklärt, stehen aber noch Umbauarbeiten an. © Marie Rademacher
Hospizgruppe

Umzug der Hospizgruppe Selm: Umbauarbeiten an Sparkasse in Selm beginnen

Größer, heller, zentraler: Die neuen Räumlichkeiten für die Hospizgruppe Selm, Olfen, Nordkirchen bieten viele Vorteile. Bevor der Umzug stattfinden kann, beginnen jetzt aber erst mal Umbauarbeiten.

Der Umzug passt irgendwie – in die Zeit, zur Entwicklung der Hospizgruppe Selm, Olfen, Nordkirchen. Der Verein rückt in den Räumlichkeiten der ehemaligen Sparkassen-Geschäftsstelle an der Kreisstraße 51 mehr ins Selmer Zentrum. So wie das Thema Sterben und Sterbebegleitung in den vergangenen zehn Jahren auch mehr in die Mitte der Gesellschaft gerückt ist. Diesen Vergleich ziehen Dr. Antje Münzenmaier und Dieter Niechcial, während sie in den Räumen stehen, die die Hospizgruppe Selm noch in diesem Jahr beziehen möchte.

„Das ist nicht mehr so ein großes Tabu-Thema“, sagt Dieter Niechcial. „Vor zehn Jahren waren wir vielleicht noch ganz froh, dass wir einen Hintereingang hatten“, erinnert sich Antje Münzenmaier. Bisher ist die Geschäftsstelle der Hospizgruppe in einer ehemaligen Wohnung an der Kreisstraße 89 untergebracht. Mittlerweile sei der Umgang mit der Hospizarbeit aber ein offenerer – auch das spiegelt sich am neuen Standort, der im Wesentlichen aus einem großen, luftigen Raum mit vielen Fenstern besteht.

„Das ist sehr gut zum Beispiel für Veranstaltungen“, sagt Dieter Niechcial .„Also, wenn Corona diese wieder zulässt“, ergänzt er. Einen kleineren Raum für vertrauliche Gespräche gibt es aber auch, außerdem reichlich Platz für die Arbeitsplätze der beiden festangestellten Koordinatorinnen der Hospizgruppe. Während in der bisherigen Geschäftsstelle 80 Quadratmeter Fläche zur Verfügung standen, vergrößert der Verein sich am neuen Standort auf etwa 130 Quadratmeter.

Barrierefreier Zugang zu neuen Räumen

Ein wichtiger Vorteil am neuen Standort ist außerdem, dass er – anders als die bisherige Geschäftsstelle – barrierefrei zu erreichen ist. Ein wichtiger Punkt für Rollstuhlfahrer oder -fahrerinnen oder Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind.

An zentraler Stelle, so verraten es Antje Münzenmaier und Dieter Niechcial schon mal, sollen auch die offenen Sprechstunden der Hospizgruppe ausgeweitet werden – möglichst von zwei auf vier Terminen in der Woche. „Vielleicht kriegen wir es auch hin, dass hier jeden Tag jemand ansprechbar ist“, sagt Antje Münzenmaier.

Für Umbauarbeiten SB-Bereich vorübergehend geschlossen

Auch wenn die Sparkasse schon im November des vergangenen Jahres ausgezogen ist, dauert es aber noch ein bisschen, bis es am neuen Standtort für die Hospizgruppe losgehen kann. Erst stehen nämlich noch Umbauarbeiten an. Unter anderem muss ein Toilette und eine Küchenzeile installiert werden, umfangreiche Elektroarbeiten seien nötig.

Deshalb muss der SB-Bereich, den die Sparkasse vor Ort ja noch hat, für einige Zeit geschlossen werden, wie Martin Groß von der Sparkasse erklärt. Vom 22. Februar (Montag) bis voraussichtlich Ende März stehen die Automaten nicht zur Verfügung. Nach dem Umbau öffnet der SB-Bereich aber wieder ganz normal.

Bis die Hospizgruppe dann am neuen Standort eröffnet, dauert es auch noch mal ein Weilchen: Angepeilt ist aber der 1. Juni 2021.

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Marie Rademacher

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