Durch den Lockdown hat der Store & more am Ludwig-Becker-Platz ein spürbares Minus verzeichnet und rechnet auch für das restliche Jahr mit Mindereinnahmen im vierstelligen Bereich. © Tobias Weckenbrock (Archiv)
Second-Hand-Verkauf

Store & more in Nordkirchen rutscht wegen Corona in die roten Zahlen

Durch den Lockdown ist der Store & more der Pfarrcaritas am Ludwig-Becker-Platz finanziell in die roten Zahlen gerutscht. Auch für 2021 sieht die Prognose schlecht aus. Es gibt aber Hoffnung.

Seit fünf Jahren gibt es den Store & more, den Second-Hand-Verkauf der Pfarrcaritas St. Mauritius am Ludwig-Becker-Platz. Das Organisationsteam hat jetzt Alarm geschlagen: Der Store & more ist finanziell ins Minus gerutscht und das Defizit droht noch größer zu werden. Schuld daran ist der coronabedingte Lockdown.

Die Fraktion der Grünen hat das Thema am Donnerstag (25.2.) in die Sitzung des Ausschusses für Familie, Schule, Sport und Kultur gebracht. Die Grünen hatten zuvor Kontakt zum Leitungsteam der Pfarrcaritas aufgenommen und nach der aktuellen Situation des Geschäfts gefragt. Laut Aussagen der Pfarrcaritas lägen die Mindereinnahmen seit Beginn des Lockdowns durch Fixkosten, wie Miete und sonstige Betriebskosten bei 2850 Euro. Hinzu kämen insgesamt rund 1000 Euro weniger, die für soziale Projekte erwirtschaftet worden wären und noch einmal rund 1000 Euro Mindereinnahmen aus Kollekten und Opferstock in den drei Kirchen der Schlossgemeinde.

Pfarrcaritas rechnet mit finanziellem Defizit von rund 8100 Euro

Vorausgesetzt, der Store & more könnte nach Ostern wieder öffnen, rechnet das Team im Jahr 2021 mit einem finanziellen Defizit von rund 8100 Euro, geht aus der Berechnung hervor, die dieser Redaktion vorliegt. Während die katholische Pfarrgemeinde für die Miete und Nebenkosten des Geschäfts im Zweifel einstünde, würden in diesem Jahr für soziale Projekte und Aufgaben dennoch rund 5250 Euro fehlen. Nicht eingerechnet seien dabei allerdings Einnahmen durch die Caritas-Haussammlung, beschreibt das Leitungsteam der Pfarrcaritas.

2016 zog die ehemalige Kleiderkammer der Pfarrcaritas in das Ladenlokal am Ludwig-Becker-Platz und eröffnete den Second-Hand-Verkauf unter dem Namen „Store & more“. Dieser bestand daraufhin nicht nur aus einem reinen Verkauf, sondern bot auch Begegnungsmöglichkeiten an. Vor allem nach dem Zuzug vieler Geflüchteter seit dem Spätsommer 2015 wurde der Store & more so eine wichtige Anlaufstelle.

„Einkaufen darf hier jeder“

Der Second-Hand-Verkauf stand aber von Beginn an nicht nur geflüchteten Menschen offen. „Einkaufen darf hier jeder. Mit jedem Einkauf unterstützen Sie die soziale Arbeit der Pfarrcaritas in Nordkirchen, Südkirchen und Capelle. Der Verkaufserlös trägt dazu bei, die Projekte der örtlichen Pfarrcaritas zu finanzieren“, heißt es auf der Internetseite des Store & more.

Im Ausschuss am Donnerstag hieß es vonseiten der Verwaltung, dass der Store & more der Pfarrcaritas jährlich mit rund 3000 Euro von der Gemeinde unterstützt werde. Bürgermeister Dietmar Bergmann kündigte an, dass die Verwaltung das Thema verwaltungsintern beraten werde. Aus Sicht von Kämmerer Bernd Tönning, sei eine weitere finanzielle Unterstützung für den Store & more aus vorhandenen Mitteln möglich.

Über den Autor
Redaktion Selm
Jahrgang 1985, fasziniert von digitalen, technischen und lokalen Themen.
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Karim Laouari

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