Auf dem großen Grundstück im Baugebiet Ächterheide entstehen 56 Wohnungen. Jetzt steht auch der Termin für den Baubeginn fest. © Jessica Hauck
56 Wohnungen

Startschuss rückt näher: Firma nennt Termin für Ächterheide-Projekt

Lange haben Interessenten warten müssen, jetzt rückt der Bau der Mehrfamilienhäuser im Baugebiet Ächterheide in greifbare Nähe. Aber es gibt nicht nur gute Nachrichten für Interessenten.

Die Nachfrage nach Wohnraum ist auch in Olfen aktuell deutlich größer als das Angebot. Entsprechend genau schauen Suchende auf alle Bau-Aktivitäten. Besonders im Blick haben Interessenten das wohl derzeit größte Vorhaben. Auf dem rund 8000 Quadratmeter großen Grundstück auf der Ecke der Straßen Ächterheide und Kökelsumer Straße sollen 56 Wohnungen entstehen.

„Im Juli fangen wir mit den ersten Häusern an“, sagt Georg Scholze, Geschäftsführung des Unternehmens Werkraum für Projekte GmbH mit Sitz in Haltern. Noch sei nicht entschieden, ob direkt zwei oder drei Häuser errichtet würden. Die Nachfrage ist jedenfalls groß. „Das erste Haus ist bereits verkauft.“ Wenn im ersten Schritt zwei Häuser gebaut werden, entstehen 13 neue Wohnungen.

Vor dem eigentlichen Hausbau müssen noch andere Arbeiten abgeschlossen werden. „Aktuell sind wir dabei, die innere Erschließung zu planen“, sagt Scholze. Der Geschäftsführer berichtet von intensiven Gesprächen mit der Stadt. „Im Dezember ist der Bebauungsplan verabschiedet worden, seit Januar besteht ein Baurecht.“ Aus seiner Sicht sei ein Baustart kaum schneller möglich gewesen.

Geschäftsführer sagt: Wir wollen städtebauliche Identitäten entwickeln

Gerade auch mit Blick auf die eigenen Ansprüche. „Wir wollen städtebauliche Identitäten entwickeln“, formuliert Scholze den Anspruch des Unternehmens.

Für Olfen bedeute das Baukörper im münsterländischen Baustil. Dazu gehört für Scholze beispielsweise eine Klinkerfassade. Der Werkraum für Projekte GmbH ist nach Aussage der Geschäftsführung aber auch „die Nachhaltigkeit ein wichtiges Anliegen.“ Eine Geothermie-Tiefenbohrung soll den späteren Energieverbrauch reduzieren – und sich damit auch positiv auf die Kosten der Eigentümer auswirken.

Interessenten können bei den Wohnungen auswählen zwischen Grundrissen von rund 57 bis ca. 126 Quadratmeter. In keinem Fall müssen die künftigen Eigentümer Treppen steigen. Alle Häuser verfügen über Aufzüge. „Zudem gibt es Garagen oder überdachte Stellplatze“, nennt Scholze einen weiteren Aspekt des aktuell wohl größten Bau-Projektes in Olfen. Aspekte die Interessenten zu überzeugen scheinen. Scholze berichtet von vielen Nachfragen inklusive dem klar formulierten Wunsch nach einem Notartermin.

Wie viel Geld die Menschen für ihr künftiges Eigenheim in die Hand nehmen müssen, sagt der Geschäftsführer nicht. Scholze gibt aber einen Hinweis, es sei eine „nachhaltige Investition“. Mit Blick auf die Qualität bewege man sich dabei „im unteren Bereich des Marktes.“ Wer sich auf den entsprechenden Portalen umschaut, ist schnell über die Größenordnung informiert. Neue Eigentumswohnungen im Kreis Coesfeld kosten schnell zwischen 3000 und 3500 Euro je Quadratmeter – teilweise sogar noch mehr.

Unternehmen realisiert auch Projekt an der Ostsee

Die Häuser im Baugebiet Ächterheide ist nicht das erste Projekt des Halterner Unternehmens in Olfen. In der Pfarrer-Niewind-Straße ist ein Gebäude mit fünf Wohnungen entstanden. Scholz kann sich durchaus vorstellen, auch weitere Projekte in Olfen zu entwickeln. „Wir stellen uns jeder reizvollen Entwicklungsaufgabe“, sagt der Geschäftsführer. Ganz wichtig sei jedoch dem Unternehmen, „städtebauliche Identitäten zu entwickeln.“

Was das konkret bedeutet, macht der Vergleich des Olfener Projektes mit einem Vorhaben in Bad Doberan deutlich. In Olfen orientiert sich die Firma an der münsterländischen Gestaltung, die fünf Stadtvillen in Bad Doberan entsprechen der klassischen Bäderarchitektur an der Ostsee. Hier realisiert Werkraum für Projekte GmbH 42 Eigentumswohnungen mit unterschiedlichen Wohnflächen zwischen 62 und 140 Quadratmeter. Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten. Auch an der Ostsee werden Aufzüge in die Häuser eingebaut.

Über den Autor
Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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Thomas Aschwer
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