An der Schloßstraße und auf dem Parkplatz am Wehrturm sind bereits rund 100 digitale Parksensoren installiert. Bald sollen rund 200 dieser Sensoren die Parkplätze im Nordkirchener Ortskern überwachen. © Karim Laouari
Parkplatz-Überwachung

Sensoren auf rund 100 Parkplätzen in Nordkirchen sind in Betrieb

Mit digitalen Sensoren wird die Gemeinde Nordkirchen bald rund 200 Parkplätze im Ortskern überwachen. Die unscheinbare Technik ist bereits installiert und läuft auch schon.

Sie sind schwarz, unscheinbar und vereinfachen den Ordnungsamtsmitarbeitern in Nordkirchen bald die Arbeit. Etwas mehr als 100 digitale Parksensoren hat die Gemeinde Nordkirchen jetzt auf den Parkplätzen entlang der Schloßstraße und auf der Fläche am Wehrturm installiert. Damit wird die Parkraumüberwachung in Nordkirchen bald digital.

Die Funktionsweise der Parksensoren ist simpel. Wird ein Auto auf einem der Parkplätze abgestellt, registriert das der Sensor. Steht das Auto länger auf dem Parkplatz als die erlaubte Parkzeit – bei den meisten Parkplätzen sind es zwei Stunden, bei denen vor dem Unverpacktladen nur 30 Minuten – bekommen die Ordnungsamtsmitarbeiter eine entsprechende Meldung und können gezielt Strafzettel schreiben. Damit entfielen einige Kontrollgänge für die Mitarbeiter, um Parksünder zu finden, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann im Gespräch mit der Redaktion einen Vorteil aus Sicht der Verwaltung beschreibt.

Neben dem Einsatz zur Parkzeit-Überwachung sollen die Sensoren aber auch für ein digitales Parkleitsystem zum Einsatz kommen. All das soll Teil des umfassenden Mobilitätskonzeptes sein, an dem die Gemeinde schon länger arbeitet.

Das Mobilitätskonzept – zu dem unter anderem auch die geplanten Mobilstationen gehören – sei allerdings noch nicht ganz abgeschlossen. Wenn es soweit ist, sollen auch die Sensoren ihren Betrieb aufnehmen, kündigt Bergmann an. Ende Januar will die Verwaltung der Politik einen Beschlussvorschlag für den Betrieb der Mobilstationen vorlegen, kündigt der Bürgermeister an.

Die installierten Parksensoren, die mit einer Fünf-Jahres-Batterie ausgestattet sind, funktionieren schon jetzt und senden auch Daten an das Ordnungsamt. Allerdings befinde man sich derzeit noch im Testbetrieb, erklärt der Bürgermeister weiter. „Die Daten werden zurzeit erst einmal ausgewertet“, so Bergmann.

Noch fehlen auch Sensoren, zum Beispiel im Mühlenpark auf den Parkplätzen rund um Aldi, Edeka, Rossmann und so weiter. Wenn alle vorgesehenen Sensoren installiert sind, werden es rund 200 Stück im gesamten Ortskern sein. Dass auch der Mühlenpark, der sich auf privatem Grund befindet, von der Gemeinde überwacht werden soll, rechtfertigt der Bürgermeister mit einem öffentlichen Interesse. Eine Überlegung der Gemeinde sei auch eine öffentliche Widmung der Flächen, fügt Bergmann hinzu.

In Olfen beispielsweise wird der ebenfalls private Parkplatz an der Aldi-Filiale im Stadtkern von einem Privatunternehmen überwacht – ebenfalls mit Sensoren. Wer die Höchstparkdauer von 90 Minuten dort überschreitet wird mit 19,90 Euro zur Kasse gebeten. In Nordkirchen wird die Überschreitung der Höchstparkdauer mit 10 Euro, bei Behindertenparkplätzen mit 35 Euro geahndet, wie Gemeindesprecherin Anne Büscher mitteilt.

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Redaktion Selm
Jahrgang 1985, fasziniert von digitalen, technischen und lokalen Themen.
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Karim Laouari

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