Einem Wintertraum glich das Schloss Nordkirchen in den vergangenen Tagen. Viele Besucher trauten sich aufs Eis. Das war schon länger nicht mehr möglich. © Heidi Tripp
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Schlosspark in Nordkirchen wurde am Wochenende zur Winter-Attraktion

Nicht der Schlosspark war am Wochenende die Attraktion, sondern seine Freiluft-Eisbahn. Die zugefrorenen Gräften ermöglichten einen mittlerweile selten gewordenen Anblick.

Gute Laune ist ansteckend, hatte aber auf dem Schlossteich und seinen Gräften rein gar nichts mit der närrischen Jahreszeit zu tun. Vielmehr waren es die wunderschönen Seiten des Winters, die zahlreiche lächelnde Ausflügler auf Schlittschuhen, mit dem Schlitten oder einfach nur zu Fuß aufs Eis lockten.

Einige Schlittschuhläufer jagten lieber den Puck, statt ihre Runden über die Gräften zu drehen.
Einige Schlittschuhläufer jagten lieber den Puck, statt ihre Runden über die Gräften zu drehen. © Heidi Tripp © Heidi Tripp

Ungewöhnliche Perspektiven des Schlosses boten sich ebenso den zahlreichen Fotografen und Selfie-Jägern, die mit strahlendem Sonnenschein auch noch perfektes Licht hatten. Kaum jemand hatte sein Smartphone nicht zur Hand, um das Wintermärchen zu dokumentieren.

Klar im Vorteil war allerdings, wer auf Kufen über das Eis gleiten konnte. Überwiegend waren es die Väter, die für die Fortbewegung ihres Nachwuchses auf der Eisfläche verantwortlich zu sein schienen. Denn nach Kräften wurden die Kinder auf ihren Schlitten übers Eis gezogen und ihr Jauchzen schallte rund ums Schloss. Einige Schlittschuhläufer jagten lieber den Puck, statt ihre Runden über die Gräften zu drehen. Mannschaften wurden schnell gegründet, Tore provisorisch mit Schuhen eingerichtet und los ging das Eishockeyspiel.

Ein wenig Mut brauchte es dann schon, um unter den Brücken des Schlosses durchzufahren. Hier knackte das Eis noch ordentlich, und so mancher wartete erst einmal ab, ob die Vorläufer unbeschadet die Durchfahrt schafften. Die Leitern zur Eisrettung liegen an den Freitreppen und auf der Venusinsel aus. Obwohl das Eis trägt, sollte trotzdem jeder vorsichtig sein, denn an manchen Stellen sind Hindernisse eingefroren und die Wasservögel des Schlosses haben sich einen kleinen Badebereich offen gehalten, den es großräumig zu umfahren gilt.

Auch die DLRG Kreisgruppe Lünen warnte Anfang der Woche: Das Eis auf Seen beispielsweise sei trügerisch und oft noch nicht tragfähig. Wichtig sei es, so die DLRG, erst viele Tage mit starkem Nachtfrost abzuwarten, bevor man eine Eisfläche betritt.

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Eislaufen im Schlosspark: So war das Winterwochenende in Nordkirchen

Im Nordkirchener Schlosspark nutzten nicht nur Einheimische die herrlichen Sonnenstunden, um die Freiluft-Eisbahn zu genießen, sondern auch zahlreiche Familien reisten aus den umliegenden Städten und Gemeinden an, wie eindeutig an den Kennzeichen der geparkten Fahrzeuge zu erkennen war.

Aus Münster reiste auch Familie Urbainczyk an. Über die sozialen Medien hatten sie von Freunden erfahren, dass am Schloss Nordkirchen zwar vor dem Betreten des Eises gewarnt würde, es aber nicht verboten sei. Ganz im Gegensatz zum Aasee in Münster, dort sei es nicht erlaubt und die Polizei und das Ordnungsamt würden strenge Kontrollen durchführen, berichteten die Münsteraner beim Schlittschuhanziehen und genossen anschließend ihren unbeschwerten Wintertraum in der Schlossgemeinde.

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