Corona-Test

Rotes Kreuz schließt bald alle Corona-Testzentren im Kreis Coesfeld

Ein flächendeckendes Netz von Corona-Testzentren hat das Rote Kreuz im Kreis Coesfeld aufgebaut. Wenn die Tests Mitte Oktober kostenpflichtig werden, zieht sich das DRK zurück.
Der Nordkirchener Bürgermeister Dietmar Bergmann ließ sich direkt am ersten Tag einmal testen - von DRK-Vorstand Christoph Schlütermann. © Marie Rademacher

Vor dem Kino- oder dem Restaurantbesuch, vor der Privatfeier oder dem Besuch einer Veranstaltung sich mal schnell testen lassen ist im Kreis Coesfeld kein Problem. Das Rote Kreuz hatte in der Pandemie schnell reagiert und ein flächendeckendes Netz von Testzentren aufgebaut. In verschiedenen Städten gab es bis zu drei Testzentren, die den Bürgern an sieben Tagen in der Woche zu verschiedensten Zeiten einen Test ermöglichten. In Nordkirchen gab es ein Zentrum, in Olfen zwischenzeitlich sogar zwei. Damit ist bald Schluss.

Apotheken und Ärzte sollen Bedarf an Tests decken

Das Rote Kreuz reagiert auf Pläne der Bundesregierung, Bürgertestungen nach § 4a Coronavirus-Testverordnung abzuschaffen und durch kostenpflichtige Testungen zu ersetzen. „Dadurch wird sich die Nachfrage nach Testungen noch weiter verringern“, so die Einschätzung der Verantwortlichen beim Roten Kreuz. „Die Aufrechterhaltung einer ortsnahen Angebotsstruktur durch das DRK ist deshalb nicht mehr erforderlich.“

Aus Sicht des DRK kann der verbleibende Bedarf an Testungen „dann von der medizinischen Regelversorgung durch Ärztinnen und Ärzte oder Apotheken gedeckt werden.“ Allerdings haben bereits erste Apotheken angekündigt, künftig keine Tests mehr durchführen zu wollen. Weil aber gleichzeitig an vielen Stellen die 3G-Regel gilt, haben es ungeimpfte oder nicht genesene Menschen deutlich schwerer, einen Test durchführen zu lassen. Das gilt ganz besonders für die Wochenenden.

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