Das Ordnungsamt kontrolliert auch im Schlosspark nicht mehr so intensiv, ob die Auflagen der Coronaschutzverordnung eingehalten werden. © Arndt Brede
Coronavirus

Quarantäne-Bescheide: Auch in Nordkirchen gab es schon Verstöße

Wer Corona hat, oder mit einer Person in direktem Kontakt stand, die positiv auf Corona getestet wurde, muss in Quarantäne. Doch nicht jeder hält sich an die Auflagen. Auch in Nordkirchen nicht.

Aktuell ist die Zahl der Menschen, die ihr Haus nicht verlassen dürfen und sich in Corona-Quarantäne befinden, in Nordkirchen verhältnismäßig gering. Mit Stand 25. Januar 2021 befanden sich 31 Nordkirchenerinnen und Nordkirchener in Quarantäne, wie die Gemeinde auf Anfrage mitteilt.

Elf davon sind diejenigen, die auch in der Auflistung des Kreises Coesfeld als „aktiv Infizierte“ auftauchen. Sie sind also positiv auf das Virus getestet worden. Hinzu kommen, so erklärt es die Gemeinde, 20 Personen, die als Personen der Kontaktpersonen der Kategorie 1 gezählt werden. Das sind zum Beispiel Personen, die im selben Haushalt wie die infizierte Person leben oder die zuvor mindestens 15 Minuten Kontakt ohne Mund-Nasen-Schutz in einem Gespräch hatten.

Höchststand: 100 Menschen in Quarantäne

Den bisherigen Höchststand an Quarantänebescheiden zählte die Gemeinde von Mitte November bis Anfang Dezember. In dieser Zeit hätten sich etwa 100 Menschen in Quarantäne befunden. Das habe insbesondere auch an Infektionen in zwei Kindergärten gelegen, teilt Alina Kundt von der Gemeinde Nordkirchen mit.

Kontaktpersonen müssen 14 Tage – gerechnet ab dem Tag, an dem sie zuletzt mit der positiv getesteten Person Kontakt hatten – in Quarantäne. Wenn sie keine Symptome haben, können sie mit einem negativen Corona-Test die Quarantäne auf zehn Tage verkürzen. Für Corona-Infizierte gilt eine 14-tägige Quarantäne, bei weiter auftretenden Symptomen auch eine Verlängerung.

Zwei Quarantäne-Verstöße fielen bei Kontrollen auf

In Nordkirchen wird die Einhaltung der Quarantäne Auflagen derzeit von vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kontrolliert, wie die Gemeinde dazu mitteilt. Und wie wird kontrolliert? „Stichprobenartig“, erklärt Alina Kundt, „persönlich und telefonisch“, allerdings liege der Schwerpunkt bei der telefonischen Abfrage.

Allerdings hätten sich bislang nicht alle Menschen, die unter Quarantäne standen, auch daran gehalten. Von zwei Fällen, weiß das Gesundheitsamt. Die Verstöße seien, durch die Kontrolle aufgefallen, wie Alina Kundt mitteilt. Ein Abgleich von Besuchslisten im Bürgerbüro mit Quarantänelisten, wie andere Kommunen es inzwischen zum Beispiel teilweise handhaben, um auf Quarantäne-Verstöße zu treffen, habe es in der Gemeinde bislang nicht gegeben.

Für die beiden Personen gab es dann weitere Post vom Ordnungsamt: Sie mussten ein Bußgeld von jeweils 500 Euro zahlen.

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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder

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