Wirtschaft

Nordkirchener Firmen Caplast und Wierling haben Mitarbeiter geimpft

In einer groß angelegten gemeinsamen Aktion haben die Nordkirchener Firmen Caplast und Wierling Mitarbeiter geimpft. Die Zusammenarbeit mit einer Kölner Gesundheits-Firma machte es möglich.
Zum Schutz der Mitarbeiter und der Kunden: Caplast und Wierling haben Mitarbeiter impfen lassen. © Miriam Paulus

Es war im Herbst des vergangenen Jahres. Die Corona-Infektions-Zahlen stiegen nach einem relativ entspannten Sommer wieder und die Verantwortlichen in der Caplast Kunststoffverarbeitungs GmbH beschlossen: „Entweder wir helfen uns selber, sonst wird uns nicht geholfen.“ Da die Firma auch Schutzkleidung herstellt, habe man sich Corona-bedingte Ausfälle nicht leisten können. „Der persönliche Schutz unserer Mitarbeiter hat für uns die höchste Priorität“, erklärt Silke Rehwinkel, Prokuristin der Caplast. Also ging man auf die Suche und stieß auf die Firma Smartmed Test GmbH, ein Kölner Dienstleistungsunternehmen, das zu Beginn der Pandemie von Ärzten, Unternehmern und IT-Experten gegründet wurde. In Zusammenarbeit mit zertifizierten Laboren macht es medizinische Corona-Tests unter anderem für Büros und Betriebe zugänglich.

Caplast wurde Dienstleistungsnehmer und ermöglichte seinen 115 Mitarbeitern seit Herbst 2020 einen wöchentlichen Test. Mitte Mai habe die Smartmed Test GmbH dann eigeninitiativ angeboten, die Mitarbeiter nun auch zu impfen, berichtet Silke Rehwinkel. „Da haben wir hier wirklich Purzelbäume geschlagen“, sagt sie. Aus nachbarschaftlicher Verbundenheit hat man auch gleich die Firma Wierling hinzugezogen.

Bei erstem Termin nur wenige Dosen

Bei einem ersten Termin am 21. Mai sollte mit Astrazeneca geimpft werden. Doch aufgrund der bundespolitischen Priorisierung der zweiten Impfungen, wurden den Unternehmen nur wenige Impfdosen zugeteilt. Eine Woche später kam es zu einem zweiten Termin. Im Ergebnis wurden nun 91 Mitarbeiter beider Firmen mit dem Impfstoff Johnson und Johnson geimpft. „Bei uns waren es etwa 80 Prozent der Mitarbeiter, die das Impfangebot angenommen haben. Der Rest ist entweder schon geimpft oder möchte auf einen anderen Impfstoff warten“, berichtet Josef Wierling. Bei Caplast waren es 55 Mitarbeiter. Letztlich sei sogar Impfstoff für Freunde und Bekannte übrig geblieben.

„Letztlich konnten wir unseren Mitarbeitern etwas Gutes tun und die innerbetriebliche Zusammenarbeit erleichtern. Eine Win-Win-Situation“, ziehen Josef Wierling und Silke Rehwinkel Bilanz aus der Aktion. Auf Basis der Impfungen denken beide Unternehmen nun daran, bei aller gebotener Vorsicht die massiven Einschränkungen schrittweise zu lockern, um den Mitarbeitern die Arbeit so wieder etwas zu erleichtern.

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.