Im Neubaugebiet Wohr in Capelle arbeiten die Bagger auf manchen Baustellen trotz des strengen Winterwetters weiter. © Steinhoff
Neubaugebiet Wohr

Neubaugebiet in Capelle: Arbeiten gehen auch bei Schnee und Frost weiter

Im Baugebiet Wohr in Capelle darf bereits gearbeitet werden. Wer jetzt glaubt, der Schnee und die Kälte halten die Arbeiten auf, liegt falsch - eine Nordkirchener Wohnbaufirma macht es vor.

Das Winterwetter mit herrlicher Schneepracht bleibt uns noch einige Tage erhalten – das ist ideal fürs Spazieren und Spielen im Schnee. Für Häuslebauer ist es allerdings je nach Stand der Baustelle nicht optimal: Nach den Regenfällen der letzten Wochen war der Boden aufgeweicht und nun kommen Frost und eine Schneedecke hinzu.

Im Neubaugebiet Wohr laufen an unterschiedlichen Stellen bisher die Arbeiten für den Tiefbau. Laut Gemeindesprecherin Anne Büscher erlauben die Bodenverhältnisse des Baugebiets auch eine Unterkellerung, aber: „Viele machen das nicht, das ist momentan Trend.“ Doch es wird auch Gebäude mit Unterkellerung geben, weiß Architekt Lothar Steinhoff. „Der erste Bauherr hat damit schon angefangen.“ Das Grundstück war bereits geräumt worden – dann kam der Schnee. Zwei Wochen werde es sicher dauern, bis der Schnee weg und der Oberboden weit genug getrocknet sei, um weitermachen zu können. Dann gehe es ans Ausschachten der Baugrube.

Arbeiten ohne Halt erledigen

„Das muss ohne Halt erledigt werden. Dann wird der Keller verschottert, die Betonsohle gelegt und die Wände des Kellers aufgestellt.“ Die Wände werden als fertige Teile geliefert und müssen lediglich aufgestellt und einbetoniert werden. Dafür sei aber stabiles Wetter vonnöten. Die aktuelle Lage ist aber nicht fatal für die Situation auf der Baustelle, denn: „Wenn es zu Erdbewegungen kommt, muss die Baugrube einfach einmal neu ausgehoben werden.“

Auf anderen Baustellen kann die Arbeit trotz des Schnees weitergehen: Die Mitarbeiter der Reher Wohnbau GmbH trotzen dem Schnee, um sich an den Zeitplan zu halten. „Wir bauen hier zwei Mehrfamilienhäuser, für die ein Zeitpunkt der Fertigstellung festgesetzt ist“, sagt Julia Reher. Bereits vor zwei Wochen habe man mit den Vorbereitungen für den Rohbau begonnen. Sprich: Den Boden geplant und abgefahren.

Frost ist gut, Schnee nicht

„Der Frost ist dafür gut, nicht aber der Schnee“, sagt Geschäftsführer Bernd Reher. Der Tiefbauer muss die Straße zur Baustelle räumen und das Baufeld selbst vom Schnee befreien, bevor es weitergehen kann. Reher und das Team kümmern sich zeitversetzt im Abstand von zwei Monaten um die beiden Häuser. „Der Mutterboden wurde beim ersten Haus abgeschoben und es wird noch weiterer Boden abgefahren, um das Baufeld zu gründen.“ Zu weiteren Tiefbauarbeiten gehört das Verlegen der Rohre mit anschließendem Auffüllen des Bodens. Ist der Boden gelegt, kann mit dem Rohbau begonnen werden.

Die Wege zu den Grundstücken und das Baufeld müssen vom Schnee befreit werden.
Die Wege zu den Grundstücken und das Baufeld müssen vom Schnee befreit werden. © Steinhoff © Steinhoff

Derzeit befinden sich auf der Baustelle ein großer und kleiner Bagger. „Das Team tut sein Bestes, um vor Ort zu arbeiten“, sagt Reher. „Der Boden unter dem Schnee muss nicht zwingend gefroren sein, für die Arbeiten wäre das aber sogar besser.“

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch

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