Coronavirus

Mitarbeiter illegal in Bürogebäude untergebracht – fast alle infiziert

In Billerbeck sind 25 Mitarbeiter eines Unternehmens illegal in einem Geschäftshaus untergebracht gewesen. Fast alle von ihnen sind mit Corona infiziert. Auch ein Grund für die gestiegene Inzidenz.
Fast alle Mitarbeiter in einem Bürogebäude in Billerbeck sind infiziert. © picture alliance/dpa

Nach Informationen aus der Bevölkerung war die Stadt Billerbeck Ende vergangener Woche auf ein Verwaltungsgebäude in Billerbeck aufmerksam geworden, in dem 25 Mitarbeiter einer Heeker Firma illegal untergebracht worden sind.

Erste Coronafälle hatte der Kreis am Montag bestätigt. Inzwischen steht fest, dass 21 der 25 Mitarbeitenden des Heeker Unternehmens mit dem Coronavirus infiziert sind, teilt der Kreis mit. Zwei Mitarbeiter befänden sich derzeit in stationärer Behandlung. Für alle Mitarbeiter besteht bereits seit Sonntag Quarantäne.

Nur vier Mitarbeitende waren negativ

Bei vier Mitarbeitern konnte das Virus nicht nachgewiesen werden. „Es ist mir völlig unverständlich, dass einzelne Unternehmer aus dem Ausbruchsgeschehen in fleischverarbeitenden Betrieben offensichtlich nichts bis wenig gelernt haben“, sagt Coesfelds Landrat Christian Schulze Pellengahr.

Die oft prekäre Wohnsituation von Mitarbeitern habe sich seinerzeit als einer der Infektionsherde herausgestellt. „Dass nunmehr in einem Gewerbegebiet ein genehmigtes Verwaltungsgebäude illegal zu Wohnzwecken für eine größere Anzahl von ausländischen Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern genutzt wurde, ist nicht zu akzeptieren“, sagt Schulze Pellengahr.

Das 300 Quadratmeter große Gebäude machen eine Quarantäne dank separaten Sanitär- und Küchenräumen gut möglich. Das bedeutet, für die Dauer der Quarantäne dürfen die Mitarbeiter bleiben – aber nicht darüber hinaus.

„Diese rechtswidrige Nutzung des Verwaltungsgebäudes wird lediglich für die Dauer der angeordneten Quarantäne geduldet“, stellt Ulrich Helmich, Krisenstabsleiter des Kreises Coesfeld, klar.

Inzidenz im Kreis Coesfeld gestiegen

Am Donnerstag war der Inzidenzwert im Kreis Coesfeld mit 52,1 wieder über die Marke von 50 geklettert, dafür macht der Kreis vor allen Dingen das lokale Infektionsgeschehen in Billerbeck verantwortlich und hält deswegen an den vor einer Woche beschlossenen Lockerungen zumindest für den Moment fest. Die Infektionszahlen waren in den vergangenen Tagen aber auch außerhalb der Fälle in Billerbeck wieder stärker gestiegen.

Die betroffene Firma aus Heek stellt FFP-2-Masken her. Am Dienstag hatte es auch in Heek einen Massentest unter den Mitarbeitern gegeben. Von 17 getesteten Mitarbeitenden war bislang nur eine Person positiv getestet worden.

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