Die Nordkirchener Hausarztpraxen impfen weiter in der Turnhalle der Gesamtschule. Der nächste Termin, an dem der Impfstoff von Astrazeneca zum Einsatz kommt, steht bereits fest. © Daniel Claeßen (A)
Turnhalle der Gesamtschule

Impfen in Nordkirchen: Gemeinde zieht Zwischenfazit zum Impfzentrum

An bislang sechs Terminen konnten sich Nordkirchener Bürger zentral in der Turnhalle der Gesamtschule gegen das Coronavirus impfen lassen. Die Gemeinde hat jetzt ein Zwischenfazit gezogen.

Seit dem 14. April sind die Nordkirchener Hausärzte in das Corona-Impfgeschehen in der Schlossgemeinde eingestiegen. Anders als die benachbarten Orte, wie Selm oder Olfen, haben Arztpraxen und die Gemeinde dazu auch ein zentrales Impfzentrum in der Turnhalle der Johann-Conrad-Schlaun-Schule (JCS) eingerichtet. Nach nunmehr sechs Impfterminen zieht die Gemeindeverwaltung jetzt ein positives Zwischenfazit.

Mindestens 1500 Impfdosen seien bei den bisherigen Terminen von den drei Hausarztpraxen Dr. Matthias Homann und Dr. Ferdinand Kortmann in Nordkirchen und dem Praxiszentrum am Kirchplatz (Dres. Gabriele und Martin Etzold) verimpft worden, sagt Bürgermeister Dietmar Bergmann auf Anfrage dieser Redaktion.

Seit Beginn der zentralen Impftermine wurde immer am Donnerstag vor dem bevorstehenden Impftermin das Online-Buchungsportal auf der Seite der Gemeinde freigeschaltet. Darüber können sich Impfberechtigte – und bald auch alle Impfwilligen – für einen Termin am nachfolgenden Mittwoch registrieren. Bereits bevor die Bundesregierung die Impfungen in den Hausarztpraxen im April freigegeben hatte, hatten die Nordkirchener Hausärzte und die Gemeinde das Nordkirchener Impfzentrum auf die Beine gestellt. Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung haben die Praxen dabei unterstützt, ältere Bürger, die zu den priorisierten Impfgruppen gehören, anzurufen und ihnen bei der Terminvergabe zu helfen. Das Anrufer-Aufkommen in den Praxen und bei der Gemeinde sei enorm, machte Bergmann bereits gegenüber der Nordkirchener Politik in einer Ausschuss-Sitzung deutlich.

Im Impfzentrum können größere Mengen in kurzer Zeit verimpft werden

Ein weiterer Vorteil des eigenen Impfzentrums: „Diese Mengen können so auf einmal nicht in den Arztpraxen verimpft werden“, erklärt der Nordkirchener Bürgermeister. Die Nachfrage nach Impfungen ist entsprechend groß. In den vier Impfstraßen, in die die Turnhalle immer mittwochs aufgeteilt wird, herrsche bislang viel Verkehr, macht Bergmann deutlich. Termine für Impfungen mit dem jetzt für alle Gruppen freigegebenen Impfstoff von Astrazeneca seien teilweise innerhalb weniger Minuten komplett vergeben gewesen.

Die Gemeinde plant derweil damit, dass das Impfzentrum noch weiter bestehen bleibt und hat eine entsprechende Absprache mit der Gesamtschule getroffen. Gemeinsam mit JCS-Leiter Ulrich Vomhof habe sich die Gemeinde darauf geeinigt, den Mittwoch als festen Impfterminbestehen zu lassen. An den restlichen Tagen sei der Schulsport nicht beeinträchtigt, so Bergmann. Das sei derzeit noch nicht problematisch, weil die Empfehlung für Schulsport aktuell ohnehin vorsehe, dass dieser draußen stattfinde, erklärt der Bürgermeister weiter.

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Redaktion Selm
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Karim Laouari
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