Leckere Gerichte serviert das Team der Hochschul-Mensa Tag für Tag, doch in der Coronapandemie bleibt die Küche kalt. die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen andere Aufgaben. © Thomas Aschwer (A)
Umstellung

Hochschule für Finanzen: Im Lockdown bleiben viele Parkplätze frei

Der harte Lockdown hat weitreichende Auswirkungen auf die Arbeit der Hochschule für Finanzen in Nordkirchen. Konkret betroffen sind von den Entscheidungen auch viele Bürger in der Gemeinde.

Die Zahlen sind gewaltig: Rund 2500 junge Menschen absolvieren aktuell ein Duales Studium an der Hochschule für Finanzen NRW mit den Standorten Herford, Hamminkeln und natürlich Nordkirchen. 700 Studierende befinden sich dabei in der praktischen Ausbildung in den verschiedenen Finanzämtern. Bleiben also 1800 Studierende an den Hochschulen. Eigentlich.

„Die Vorlesungen erfolgen ab Montag (11.01..) komplett digital“, sagt Verwaltungsleiter Klaus-Wilhelm Gratzfeld. Nicht die einzige grundlegende Veränderung in der Corona-Krise. Längst eingeführt ist nach Aussage des Verwaltungsleiters eine „großzügige Homeoffice-Regelung für Bedienstete“.

Verschiedene Orga-Aufgaben wie die Übergabe von Schlüsseln sind neu organisiert worden, um die Zahl der Kontakte möglichst zu minimieren. Zum Schutz der weiter vor Ort tätigen Mitarbeiter sind an verschiedenen Stellen Plexiglas-Scheiben montiert worden. Außerdem gelten verschiedene Hygieneregeln.

Abstand halten auch nach Unterrichtsschluss

Darin heißt es:

  • Sicherheitsabstand: Bitte halten Sie nach Möglichkeit während der gesamten Dauer Ihres Aufenthaltes auf dem Gelände einen Sicherheitsabstand von 1,50 m zu anderen Personen ein. Dies gilt auch insbesondere in den Zeiten nach Unterrichtsschluss.
  • Mund-Nase-Bedeckung: Bitte tragen Sie in allen Gebäuden der HSF eine Mund-Nasen-Bedeckung. Dies gilt nunmehr im Lehrsaal auch an Ihrem Sitzplatz.

Die Tische und Stühle wurden in der Mensa so platziert, dass der Sicherheitsabstand eingehalten wird. Für die Mahlzeiten ist zu einer vorgegebenen Essenszeit ein Sitzplatz zugewiesen worden. Eine Regelung, die ab Montag (11.) weiter verschärft wird.

Gemeinsames Essen ist ab Montag tabu

Die neuen Vorgaben der Regierung sehen vor, dass Betriebskanten „zu schließen sind“. Das hat für die vor Ort arbeitenden Mitarbeiter der Hochschule zur Folge, dass sie sich selbst versorgen müssen. Damit nicht genug. Es dürfen auch nicht mehrere Personen an einer Stelle ihr Essen einnehmen.

Für die Mitarbeiter der Mensa bleiben die Folgen der Veränderungen im Vergleich zu anderen Firmen überschaubar. Sie müssen nicht in Kurzarbeit gehen. „Wir haben andere Aufgaben für sie“, sagt Klaus-Wilhelm Gratzfeld und lobt die „insgesamt tolle Belegschaft“ der Hochschule.

Welche Regelungen nach dem derzeit verordneten harten Lockdown an der Hochschule gelten, kann der Verwaltungsleiter aktuell nicht sagen. „Wir fahren auf Sicht.“ Gratzfeld räumt ein, dass sich die Hochschule schon eine weitergehende Regelung gewünscht hätte. Doch natürlich stehe die Gesundheit an erster Stelle. Für die Bürger hat die Umstellung auf digitalen Unterricht einen nicht zu unterschätzenden Vorteil. Viele Parkplätze bleiben aktuell frei.

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Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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Thomas Aschwer

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