Die Gesamtschule Olfen wird jetzt auch ein Ort des Gemeinsamen Lernens. © picture alliance / Maurizio Gambarini/dpa
Inklusion

Förderbedarf: Auch Wolfhelmschule wird Ort des Gemeinsamen Lernens

Die Wolfhelmschule wird eine Einrichtung des Gemeinsamen Lernens. Das hat die Stadt als Schulträger beschlossen. Kinder mit Förderbedarf können also bald in Olfen auf die Regelschule gehen.

Gemeinsam lernen – gemeinsam leben: Das ist der Grundgedanke der Inklusion im Schulwesen. Kindern mit einer Behinderung oder einem besonderen Förderbedarf soll es ermöglicht werden, auf Regelschulen zu gehen. Auch in Olfen wird das in Zukunft vermehrt möglich sein – auch an der weiterführenden Schule. Die Bezirksregierung Münster hatte die Stadt als Schulträger aufgefordert, die Wolfhelm-Gesamtschule dauerhaft zu einer „Einrichtung des Gemeinsamen Lernens“ zu machen.

Zum Hintergrund: „Kinder mit formal festgestelltem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung (dies betrifft insbesondere Kinder mit einer Sinnesbehinderung, Körperbehinderung oder geistigen Behinderung) haben Anspruch auf Aufnahme in die von der Schulaufsicht vorgeschlagene wohnortnächste Schule der gewünschten Schulart, an der Gemeinsames Lernen eingerichtet ist“, so erklärt es das NRW-Schulministerium.

Kommunen im Südkreis haben sich geeinigt

Schüler und Schülerinnen aus Olfen mit einem entsprechenden Bedarf können in Zukunft also auch die Gesamtschule in der Stadt besuchen. Das hat der Rat der Stadt jetzt einstimmig beschlossen. Es gibt gleichzeitig aber eine interkommunale Zusammenarbeit im Kreis Coesfeld: Die Kommunen des Südkreises Ascheberg, Lüdinghausen, Nordkirchen und Olfen haben sich abgesprochen und „einen öffentlich-rechtlichen Vertrag für die Beschulung von ortseigenen Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf an Schulen des Gemeinsamen Lernens in der Sekundarstufe I formuliert“, heißt es in den Unterlagen der Ratssitzung. „Demnach verpflichten sich die beteiligten Schulträger untereinander unter anderem, für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf aus dem eigenen Wohnort Plätz im Gemeinsamem Lernen an ihren Schulen zur Verfügung zu stellen“, heißt es darin weiter.

Gerade in Nordkirchen war diesem Vertrag eine längere Diskussion vorausgegangen: Dass die Gesamtschule dort zum Ort des Gemeinsamen Lernens wird, war schon vor Jahren mal Thema in der Kommunalpolitik. Aus der Sorge, dass durch Zulauf auch aus Städten wie Lüdinghausen, Ascheberg oder eben auch Olfen so viele Plätz in Nordkirchen geschaffen werden müssten, dass die Schule das allein nicht stemmen kann, kam es zu der Idee der interkommunalen Zusammenarbeit.

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Marie Rademacher

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