Sommer in der Kinderheilstätte: Bei dem Programm „Ferien ohne Koffer" haben die Kinder viel Spaß. © Marie Rademacher
Sommerferien

Ferien ohne Koffer: Sommer und Freizeit in der Kinderheilstätte

Trommelworkshop, Action Painting oder einfach nur Spiele auf dem Hof: Der Sommer ist wieder bunt in der Kinderheilstätte Nordkirchen.

Das sieht nach Spaß aus: Mit einer Wasserbombe in der Hand meistert ein Mädchen auf dem Schulhof der Maxi-Schule in Nordkirchen einen kleinen Parcours. Dabei läuft Musik – und immer wieder feuern die anderen Kinder und Jugendlichen sich gegenseitig an. Das Ganze ist nicht Teil irgendeines Unterrichtsprojekts. Eher im Gegenteil: Es sind ja Ferien.

Für rund 40 Kinder und Jugendliche, die in der Einrichtung für Menschen mit Behinderung leben oder lernen, gibt es in diesem Jahr in den Ferienwochen wieder ein buntes Freizeitprogramm. Sie machen „Ferien ohne Koffer“.

So nennt sich das Projekt, das es an der Kinderheilstätte schon seit vielen Jahren gibt. Immer wieder werden dazu auch Unterstützer gesucht: Nur mit Spendengeldern ist es nämlich möglich, den Kindern und Jugendlichen durch verschiedene Aktionen einen tollen Freizeit-Sommer zu bereiten.

Action Painting und Eiswagen

Auf dem Programm stehen viele unterschiedliche Dinge: Action Painting zum Beispiel mit dem Künstler Manuel Vasquez oder Ausflüge und ein gemeinsames Pizza-Essen. „An einem Nachmittag war auch ein Eiswagen hier“, erzählt Tanja Praca. Sie arbeitet zusammen mit Gisela Stöver Te Kaat im Sozialmarketing der Kinderheilstätte.

Eine weiter Aktion: In einer Woche ist „ART 62“ zu Besuch. Das ist eine Gruppe von „Bildungsdesignern“ – so beschreiben sie sich auf ihrer Facebookseite. „Im Jahr 2013 eröffneten die Dougban-Brüder das ART.62 in Herten. Aufgrund ihrer Herkunft und der vieler Künstler und Mitarbeiter, sind besonders die westafrikanischen Länder Ghana und Togo eine starke kulturelle Inspirationsquelle für die Arbeit und Projekte im ART.62. Dies äußert sich beispielsweise in den wöchentlichen Trommelkursen und den besonderen Tanz- und Akrobatikkünsten der professionellen Übungsleiter“, heißt es dort weiter.

Trommel-Workshops und Video-Begleitung

Entsprechend war es auch in der Projektwoche in der Kinderheilstätte. Vier Workshops hatte Anna Schulze Kökelsum aus der Freizeitabteilung der Einrichtung zusammen mit den Künstlern aus Herten erarbeitet. Tanzen, trommeln, rappen oder filmen: Die Kinder und Jugendlichen konnten sich im Vorfeld aussuchen, ob sie in der Turnhalle eine Choreografie lernen, im einem Klassenzimmer auf afrikanischen Trommeln Musik machten, ihre eigenen Hip-Hop-Songs schrieben oder das Ganze mit einer Kamera begleiteten und hinterher zu einem Video zusammenschnitten.

Das alles lief natürlich coronakonform und in festen Gruppen, wie Anna Schulze Kökelsum erklärt. Der Freizeitbereich sei über ein Jahr geschlossen gewesen – wegen der Pandemie. Darüber, dass in diesen Ferien wieder viel Programm möglich ist, freuten sich alle – Betreuer und Kinder.

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Ich mag Geschichten. Lieber als die historischen und fiktionalen sind mir dabei noch die aktuellen und echten. Deshalb bin ich seit 2009 im Lokaljournalismus zu Hause.
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Marie Rademacher

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