Im Kreis Unna haben inzwischen 7715 Menschen ihre Erstimpfung gegen Covid-19 erhalten. © dpa
Impfzentrum Dülmen

Fahrt zum Impfzentrum: So kommen Nordkirchener Senioren nach Dülmen

Impfungen vor Ort sind noch nicht möglich, Seniorinnen und Senioren aus Nordkirchen müssen zum Impfzentrum Dülmen fahren. Die Terminvergabe erschwert das, aber die Gemeinde findet Lösungen.

Um eine Fahrt nach Dülmen kommen Seniorinnen und Senioren aus Nordkirchen, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, derzeit nicht herum. 25 Kilometer sind es mit dem Auto vom Zentrum der Gemeinde aus bis zum Impfzentrum in Dülmen. Das stellt viele vor eine Herausforderung. Selbst die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel stellt die Älteren vor Probleme, wenn sie nicht mehr gut zu Fuß sind.

Die Alternative wäre das Taxi – das jedoch ist recht kostspielig. Denn nach dem für den Kreis Coesfeld zugrundeliegenden Tarif kostet eine Fahrt schnell bis zu 50 Euro, sagt Harald Kühn vom Busservice Kühn und Schöneis aus Nordkirchen. Für die gesamte Strecke müssen die Seniorinnen und Senioren also gut 100 Euro bezahlen. „Die Ausnahme ist, wenn die Kunden einen Transportschein von der Krankenkasse bewilligt bekommen, dann sind es pro Strecke fünf Euro.“

Termindauer am Impfzentrum meist unbekannt

Hinzu käme, dass man vorab nicht wisse, wie lange die Termine im Impfzentrum dauern. „Man soll eine Viertelstunde vorher da sein und dann ist noch die Frage, wie viel Wartezeit hinzukommt. Wir können leider nicht auf die Leute warten“, sagt Kühn. Meistens ergebe es sich, dass man gerade eine Person zum Impfzentrum bringt und dann wieder jemanden zurück mitnehmen könne. Aber: „Es wäre einfach besser, das irgendwie vor Ort zu machen.“

Eine Sammelfahrt wäre theoretisch eine alternative Lösung: Das jedoch gestalte sich aufgrund der Terminvergabe schwierig, weiß Bürgermeister Dietmar Bergmann. „Das war auch von vielen Leuten die erste Frage an uns: Warum haben mein Partner und ich nicht gleichzeitig einen Termin?“ Stattdessen bemühe sich die Gemeinde, für jeden der etwa 700 Betroffenen Personen eine individuelle Lösung zu finden.

Hotline für Fragen rund ums Impfen

„Wir haben ein Schreiben mit dem Hinweis auf eine Hotline herausgegeben, bei der man die wichtigsten Fragen rund ums Impfen stellen kann“, so Bergmann. „In einer Gemeinde mit 10.000 Leuten trauen wir uns das zu, den möglichen telefonischen Andrang zu bewältigen.“ Dieser sei letztlich auch gut zu bewältigen gewesen. „Wir haben bei den Leuten nachgehakt, wie sie zum Impfzentrum hinkommen.“

Ein Großteil der Seniorinnen und Senioren komme über Freunde und Verwandte nach Dülmen. Die Gemeinde habe bisher einer oder zwei Personen eine Fahrt vermittelt. „Wichtig ist uns einfach, den Bürgern so gut es geht zu helfen. Wir finden da für jeden eine Lösung.“

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch

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