Erst einkaufen und dann die Pause im Café genießen. Das ist wie hier in Lünen wieder möglich. Es gibt aber - je nach Inzidenzwert - unterschiedliche Regeln zu befolgen. © Günther Goldstein
Inzidenzwerte

Einkaufen zwischen Münster und Dortmund: Das sind die Unterschiede

Münster und der Kreis Coesfeld haben die niedrigsten Inzidenzwerte in NRW. Der Kreis Unna liegt gerade unter 50 und Dortmund leicht darüber. Was bedeutet das fürs Einkaufen in der Region?

Zuletzt hatte Münster zu den bundesweit 20 Städten und Kreisen mit der geringsten Zahl an Neuinfektionen gehört. Doch während zu Samstag (29. 5.) die Inzidenzwerte im übrigen Münsterland sanken, kletterten sie in Münster wieder: von 12,7 auf 16,8. Damit bleibt die Domstadt immer noch die Musterschülerin bei der Pandemiebekämpfung in NRW – inzwischen aber gleichauf mit dem Kreis Coesfeld. Die Werte von Dortmund und dem Kreis Unna liegen deutlich höher. Dennoch stehen die Zeichen gut für einen nach langer Zeit wieder halbwegs entspannten Wochenend-Bummel zwischen Münster und Dortmund.

47,6. Das ist der Inzidenzwert, den das Robert-Koch-Institut am Samstag (29. 5.) für den Kreis Unna mitteilt – also wieder unter der für weitere Lockerungen entscheidenden 50er-Marke. Aber noch nicht lange genug. Damit fällt der Kreis an diesem letzten Mai-Wochenende noch genauso wie die Nachbarstadt Dortmund, die einen Inzidenzwert von 53,4 hat, in die Kategorie der Städte und Gemeinden mit einem Wert von 50 bis 100. Für das Einkaufen spielt das aber keine große Rolle, anders als für das Ausruhen danach.

Ohne Testpflicht shoppen, aber mit Wartezeit

Sowohl in Dortmund als auch in Münster und ebenso in den Kreisen Coesfeld und Unna inzwischen ist es möglich, ohne Testpflicht shoppen zu gehen. Nur die Flächenbegrenzung pro Kunde ist unterschiedlich.

Nach der jüngsten Fassung der Corona-Schutzverordnung NRW von Freitag (28. 5.) ist nur ein Kunde pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche zugelassen, wenn die Inzidenz über 50 liegt. In Dortmund und im Kreis Unna müssen die Menschen also etwas länger vor den Ladentüren warten als etwa in Oberhausen. Für Städte mit einem Inzidenzwert zwischen 35 und 50 hat das Land die Fläche pro Kunde auf 10 Quadratmeter begrenzt. In Münster und im Kreis Coesfeld sowie überall sonst, wo der Inzidenzwert unter 35 liegt, ist das Einkaufen zumindest in großen Geschäften wieder so wie früher – ganz ohne Sonderregeln- möglich. Die gelten aber weiter in kleinen Läden mit einer Verkaufsfläche von unter 800 Quadratmetern.

Wer essen will, braucht einen Test

Wer nach dem Shoppen noch eine Kleinigkeit essen oder trinken möchte, muss besser aufpassen, in welchem Inzidenz-Gebiet er oder sie gerade unterwegs ist. Denn da spielt – anders als beim Einkaufen – der Schnelltest wieder eine Rolle.

Die Außengastronomie hat wieder überall geöffnet. Wer an einem der begehrten Tische Platz nehmen will, muss in Dortmund, im Kreis Unna und andernorts, wo der Inzidenzwert über 50 liegt, einen gültigen Schnelltest vorzeigen. In Oberhausen etwa und In den anderen Kommunen unter 50 ist das nicht nötig. Dort können die Gäste schon wieder innen Platz nehmen – aber nur mit negativem Corona-Test. Der ist sogar weiterhin in Münster und im Kreis Coesfeld nötig.

Nur wenn landesweit der Inzidenzwert ebenfalls unter 35 rutscht, will das Land NRW darauf verzichten. Das könnte in absehbarerer Zeit der Fall sein, wenn sich die Pandemie-Lage weiter so günstig entwickelt. Zurzeit liegt der Landesdurchschnitt bei 41,7.

Über die Autorin
Leiterin des Medienhauses Lünen
Leiterin des Medienhauses Lünen Wer die Welt begreifen will, muss vor der Haustür anfangen. Darum liebe ich Lokaljournalismus. Ich freue mich jeden Tag über neue Geschichten, neue Begegnungen, neue Debatten – und neue Aha-Effekte für Sie und für mich. Und ich freue mich über Themenvorschläge für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen.
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Sylvia vom Hofe

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