Am 1. März 2021 zieht der Digitalcampus in das neue Bürogebäude an der Lüdinghauser Straße. © Karim Laouari
Start-ups

Digitalcampus in Nordkirchen wächst weiter und hat bald eine neue Adresse

Der Digitalcampus Nordkirchen verlässt die Aspastraße. An der Lüdinghauser Straße wird die Digital-Schmiede der Schlossgemeinde eine neue Adresse bekommen. Und zwar schon bald.

Der Nordkirchener Digitalcampus zieht an eine neue Adresse. Das haben jetzt der Vorstand des zugehörigen Vereins und die Verwaltung der Gemeinde Nordkirchen angekündigt. Grund für den Umzug ist die große Nachfrage neuer Start-ups und Unternehmen. Eine Entwicklung, die die Gründungsmitglieder, Björn Paulus, Manuel Lachmann (Wirtschaftsförderer der Gemeinde Nordkirchen) und Bürgermeister Dietmar Bergmann, so nicht unbedingt geahnt hätten.

Zweieinhalb Jahre nach seiner Gründung ist der Digitalcampus Nordkirchen den Kinderschuhen entwachsen. Im September 2018 ging der Digitalcampus offiziell in angemieteten Räumen an der Aspastraße an den Start. Gestützt wurde das Projekt durch den gleichnamigen Verein, dem unter anderem mehrere Unternehmen aus der Schlossgemeinde angehören. Daneben hat der Digitalcampus Büros an Start-ups vermietet. Als „Keimzelle für Digitalisierung“ wird der Digitalcampus auf seiner Homepage beschrieben.

Zwei Etagen hat der Digitalcampus zum Start angemietet - mit Perspektive, noch weitere Flächen zu nutzen.
Zwei Etagen hat der Digitalcampus zum Start angemietet – mit Perspektive, noch weitere Flächen zu nutzen. © Karim Laouari © Karim Laouari

Bereits nach kurzer Zeit zeigte sich dabei, dass die Gemeinde Nordkirchen – voll ausgestattet mit schnellem Breitband-Internet – genau den richtigen Nährboden für digitale Start-ups bietet. Die Nachfrage nach Plätzen im Digitalcampus stieg und damit auch der Platzbedarf in den Räumen der Aspastraße 24.

An der Lüdinghauser Straße, im Gewerbegebiet Ermener Straße, bekommt der Digitalcampus künftig eine neue Heimat und auch weitere Möglichkeiten zum Wachstum. Und das schon bald.

Ende Februar wird das Bürogebäude hinter Euronics Dworak fertig, kündigte Investor Josef Wannigmann am Freitag bei einem Termin vor Ort an. Am 1. März soll der Digitalcampus einziehen. Zwei Stockwerke hat der Verein in dem Gebäude angemietet – das 1. und 2. Geschoss mit jeweils rund 200 Quadratmetern Bürofläche. Insgesamt sechs Mieter – Start-ups und andere Unternehmen – werden zum Start in die Büros einziehen. Ab dem 1. April soll die Zahl auf neun wachsen, kündigt Manuel Lachmann an.

Derzeit finden noch Restarbeiten statt. Das Gebäude wurde - mit Ausnahme der Treppe und der Bodenplatte - überwiegend aus Holz gebaut.
Derzeit finden noch Restarbeiten statt. Das Gebäude wurde – mit Ausnahme der Treppe und der Bodenplatte – überwiegend aus Holz gebaut. © Karim Laouari © Karim Laouari

Den gesamten März werde der Digitalcampus an zwei Adressen vertreten sein, an der Lüdinghauser Straße und der Aspastraße. Eine Übergangslösung für den Umzug. Ab dem 1. April wird die neue Heimat des Digitalcampus endgültig die neue Adresse sein.

Mit dem Unternehmen „Goldmountains“ werde aber ein Stück Digitalcampus an der Aspastraße bleiben, fügt der Wirtschaftsförderer hinzu. 2019 zog das Start-up, das unter anderem Imagefilme für die Gemeinde produziert hat, in den Campus ein. Mittlerweile sei es so gewachsen, dass es die Räume übernehmen würde, die jetzt in der Aspastraße frei werden, so Lachmann.

Wachstum ist auch in dem neuen Gebäude ein wichtiges Stichwort. Wenn die Nachfrage am Digitalcampus so stark bleibt, wie bisher, wird der Verein auch das Erdgeschoss – und damit die komplette Nutzfläche in dem Neubau, anmieten.

Seit November 2020 wird an dem Gebäude gearbeitet, das – mit Ausnahme der Bodenplatte und der Treppe – komplett aus Holz gebaut wurde, wie Josef Wannigmann beschreibt. Die Aufträge seien dabei nur an Unternehmen aus Nordkirchen und Lüdinghausen vergeben worden. Einzig das Unternehmen, das derzeit den Aufzug einrichtet, komme nicht von hier, fügt der Investor hinzu.

Die neuen Büros sind nahezu bezugsfertig.
Die neuen Büros sind nahezu bezugsfertig. © Karim Laouari © Karim Laouari

Bürgermeister Dietmar Bergmann sieht in dem modernen Bürogebäude ein „Aushängeschild“ für die Gemeinde und eine ideale Heimat für die den Digitalcampus als „Ideenschmiede“, wie Bergmann ihn beschreibt.

In Zukunft will der Digitalcampus noch stärker den zukünftigen Nachwuchs in den Blick nehmen. Schüler und Studenten sollen kostenlos Mitglieder im Verein werden können, kündigt Mitbegründer Björn Paulus an.

Über den Autor
Redaktion Selm
Jahrgang 1985, fasziniert von digitalen, technischen und lokalen Themen.
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Karim Laouari

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