Die Winter-Wunderlandschaft löst sich gerade auf, aber auch im März kann es knackig kalt werden. © Thomas Aschwer
Wetterwechsel

Der Schnee schmilzt – aber das muss nicht das Ende des Winters sein

Die Temperaturen steigen, der Schnee schmilzt zusehends. Doch einen Haken könne man an den Winter noch machen, sagt der Deutsche Wetterdienst in Essen. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

Vor einer Woche gab es Schnee, an vielen Stellen liegt noch immer eine dicke Schneeschicht. Trotz steigender Temperaturen und Regenschauern. Am Wochenende soll es statt zweistelligen Minusgraden sogar wieder zweistellig im Plus-Bereich werden. Kann man schon einen Haken an den Winter machen? Der Deutsche Wetterdienst mit seinem Regionalen Klimabüro in Essen rät davon ab, schon den Frühling auszurufen.

Es war in jedem Fall ein Achterbahnwinter

Für einen Winterrückblick ist aus der Sicht von Diplom-Meteorologe Thomas Kesseler-Lauterkorn, stellvertretender Leiter des Regionalen Klimabüros Essen, noch zu früh. „Zumindest für belastbare Zahlen“, sagt der Fachmann, denn die wären erst Anfang März für den gesamten klimatologischen Winter, der die Monate Dezember, Januar und Februar umfasst, verfügbar. Doch qualitativ beschrieben kann Thomas Kesseler-Lauterkorn schon jetzt sagen, dass man auf einen „Achterbahnwinter“ zurückblicken werde: „Nach einem milden und etwas zu trockenen Dezember war der Januar zu nass und durchschnittlich bzw. leicht unterdurchschnittlich temperiert. Die ersten fünf Tage im Februar waren noch mild und teils regnerisch, bevor dann der Winter zuschlug – und jetzt wird es wieder ungewöhnlich mild.“

Wetterkapriolen für einen Spätwinter nicht ungewöhnlich

Doch dass es zu großen Temperaturunterschieden in kurzer Zeit komme, sei vor allem im Spätwinter nicht ungewöhnlich. „Es kommt immer darauf an, welche Großwetterlage vorherrscht und welche Luftmasse uns damit erreicht“, erklärt Thomas Kesseler-Lauterkorn. „Während uns zuletzt arktische Kaltluft beschäftigt hat, erreicht uns am Wochenende subtropische Luft mit entsprechenden Höchstwerten.“

Im März kann es noch knackig kalt werden

Das klingt schon nach Frühjahr, doch da winkt der Wetterexperte ab: „Allgemein kann man sagen, dass es auch im März noch knackig kalt werden kann“ – wenn es denn nochmals zu entsprechenden Wetterlagen wie jetzt Mitte Februar kommt. Kesseler-Lauterkorn erinnert sich da gut an den März 2013.

Traumhaft schön war das Wetter am vergangenen Wochenende. Doch jetzt ist das Winter-Gastspiel erst einmal beendet.
Traumhaft schön war das Wetter am vergangenen Wochenende. Doch jetzt ist das Winter-Gastspiel erst einmal beendet. © Thomas Aschwer © Thomas Aschwer

„Da gab es auch ein Wechselbad: Während es am 5./6. März 2013 in der Region noch Höchswerte von über 15°C gab, fiel Mitte März 2013 Schnee und es gab mäßigen, zum Teil auch noch strengen Frost.“

Soviel Schnee gab es zuletzt im Januar 2009 und im Dezember 2010

Wie sich dieses Jahr das Wetter Ende Februar bzw. im März einstellen werde, sei derzeit noch nicht vorherzusagen. Nur soviel ist schon sicher: Eine so kalte und schneereiche Phase wie in der vergangenen Woche hatten wir laut dem Wetterexperten in Selm zuletzt im Januar 2009 bzw. dann noch einmal im Dezember 2010.

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